Die Stolberger Nord-Süd SPD hat einen neuen Chef

Von: Sarah-Lena Gombert
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Hans Nüsser, Michael Wolf, René Steil und Turgay Sacu (von links) wollen die Arbeit des Vorstands im SPD-Ortsverein neu aufteilen. Foto: S.-L. Gombert

Stolberg. Der Ortsverein Nord-Süd der SPD in Stolberg hat seit Donnerstagabend einen neuen Vorsitzenden: Der 36-jährige René Steil aus dem Ortsteil Donnerberg ist von der Mitgliederversammlung mehrheitlich gewählt worden. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

13 wahlberechtigte Mitglieder waren zu der Versammlung ins Jugendzentrum Münsterbusch gekommen. Das ist etwa ein Zehntel der Mitglieder des Ortsvereins.

Als Gäste waren der Erste Beigeordnete der Stadt Stolberg, Robert Voigtsberger, und Janine Köster zugegen. Köster sitzt für die Sozialdemokraten im Städteregionsrat. Bei der Bundestagswahl will die Roetgenerin als Kandidatin für den Unterbezirk aufgestellt werden.

Neuwahl folgt auf Rücktritt

Die Neuwahl eines Vorsitzenden war notwendig, weil der Ortsverein seit Monaten ohne Chef war: Steils Vorgänger Heinrich Offermann war nach nur einem Jahr im Amt zurückgetreten. „Wir hingen ein paar Wochen in der Luft. Einige Veranstaltungen haben ausfallen müssen. Also haben wir intensive Gespräche geführt, um einen geeigneten Kandidaten zu finden, der bereit ist, das Amt zu übernehmen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Hans Nüsser.

Das sei kein leichtes Unterfangen gewesen, aber umso dringender: Immerhin habe die Partei im kommenden Jahr eine Landtags und eine Bundestagswahl vor der Brust. „Aber wir sind immerhin der größte Ortsverband in Stolberg. Und wir sollten uns einsetzen für die Themen, die brennen, und die für uns wichtig sind“, sagte Nüsser.

René Steil ist, wie er bei seiner Vorstellung erklärte, noch nicht lange Mitglied der SPD. Bei der letzten Bürgermeisterwahl in Stolberg im Jahr 2014 hat er den Mitgliedsantrag ausgefüllt. „Weil ich noch nicht so viel Erfahrung habe, baue ich auch auf die Unterstützung der anderen Mitglieder im Ortsverein“, betonte er.

Steil, der mit seiner Frau und drei Kindern auf der Liester wohnt, ist selbstständig. Er betreibt in der Kupferstadt einen Hausmeister- und Gebäudemanagementservice. Ein Thema, für das er sich besonders engagiert, sei die Jugend. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe“, sagte er, „und ich möchte vor allem von den älteren Mitgliedern unserer Partei viel lernen.“ Generell müsse der Spagat zwischen jungen und alten Mitgliedern innerhalb der Partei gelingen.

„Das ist keine einfache Aufgabe, die auf Herrn Steil zukommt“, sagte Patrick Haas, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Stolberg. Er hatte bei der Mitgliederversammlung die Leitung übernommen. Aber er sei sich sicher, so Haas, dass alle aktiven Sozialdemokraten dem neuen Vorsitzenden zur Seite stehen.

Auch die anderen Mitglieder im Vorstand sprachen sich für stärkere Teamarbeit aus. „Unser alter Vorsitzender hat vieles alleine gemacht, das ist nicht immer geglückt“, sagte Hans Nüsser im Anschluss an die Wahl. Man wolle sich die Aufgaben nun besser aufteilen und sich gegenseitig unterstützen. So wurde bereits eine Regelung dafür gefunden, wer für die Koordination von Terminen und das Verschicken von Einladungen zuständig ist.

Neue Ideen brachte der frisch gebackene Vorsitzende auch gleich mit in die Sitzung: „Was können wir machen, um wieder mehr Leute ins Boot zu holen“, fragte René Steil, auch im Hinblick darauf, dass nur wenige Mitglieder der Einladung zur Sitzung gefolgt waren. Als Heinrich Offermann im vergangenen Jahr gewählt wurde, waren 25 Mitglieder zugegen.

Bürger mit ins Boot nehmen

Steil möchte künftig aber vor allem mit den Bürgern in den Stolberger Ortsteilen in Kontakt kommen und konkret auf deren Belange eingehen. „Die Treffen, die wir planen, sollen keine Mitgliederversammlungen werden“, erklärte er. Es gehe um eine lockere Zusammenkunft, um die Bürger vor Ort zu befragen, so Steil. Er wolle von den Kupferstädtern hören, was sie beschäftigt, was es Neues gibt. Das erste dieser Treffen ist in Venwegen geplant.

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