Stolberg - Die Stolberger lassen sich nicht zweimal bitten

Die Stolberger lassen sich nicht zweimal bitten

Von: Michael Grobusch
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Stolberg, ein Frühlingsmärchen ...Bei strahlendem Sonnenschein fanden zahlreiche Stolberger gestern den Weg zum Spargel- und Erdbeermarkt in die Innenstadt. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die beste Werbung lieferte der Frühling selber. Auch wenn ihm die Mai-Aktion der Gemeinschaftsinitiative Oberstolberg nicht mehr namentlich gewidmet ist und das Fest auf dem Alter Markt vornehmlich Spargel und Erdbeeren gewidmet war, so ging es doch in erster Linie auf das Konto des Frühlings, dass die Stolberger am Sonntagachmittag in Scharen den Weg in die Innenstadt fanden.

Bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein ließen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Während im Steinweg fast alle und in der Rathausstraße immerhin noch einige Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet hatten und zum entspannten und entspannenden Einkaufsbummel einluden, entwickelte sich die Altstadt zur Verweilmeile.

Es saß und sonnte sich gut mit Blick auf die Pfarrkirche St. Lucia, zu deren Füßen nicht nur Spargel und Erdbeeren, sondern auch Modeaccessoires, Tiroler Spezialitäten, Dekoration und - passend zum gestrigen Tag - Muttertagsgeschenke angeboten wurden. Als zusätzliche Kulisse waren am Morgen einige historische Nutzfahrzeuge vorgefahren, die im hinteren Bereich des alten Marktes bewundert werden konnten. Absoluter Blickfang war dabei ein Framo-Kleinlastwagen, der einst, im Jahre 1961, in Chemnitz seinen Betrieb aufgenommen hatte und - zwischenzeitlich komplett restauriert - mit der Sonne um die Wette strahlte.

Das tat im Übrigen auch Gastwirtin Maritta Matousek, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Elfi Kuttler das zweitägige Treiben organisiert hatte. „Es läuft gut”, lautete ihre zufriedene Bilanz, auch wenn sie von dem, was in der Burgstraße lief, nicht unbedingt begeistert war. Die Stadt hatte es nämlich versäumt, den Straßenzug abzusperren, so dass der untere Steinweg nicht das angekündigte Comeback als Fußgängerzone feiern konnte und zudem eine nicht unbeträchtliche Blechlawine von der Zweifaller Straße Richtung Hastenrather Straße rollte. Dem Vergnügen der Gäste tat das aber insgesamt keinen Abbruch.

Bedingt vergnügt war allerdings Helga Perlic. Pünktlich zum Muttertag war die Nachfrage und damit auch der Preis für Spargel dramatisch in die Höhe gegangen. „Das schreckt viele Leute ab. Sie gucken zwar, aber sie kaufen nichts”, wusste die Händlerin aus Heinsberg zu ihrem Leidwesen zu berichten. Zwischen 5,95 und 7,95 Euro musste berappen, wer ein Kilo Spargel erstehen wollte. Auch die Berichte der vergangenen Woche über falsch etikettierte Billigware machten ihr das Geschäft nicht leichter. Und so blieben die Auslagen gut gefällt und die Einnahmen überschaubar.

Der noch jungen Tradition des Spargel- und Erdbeermarktes dürfte dies jedoch keinen Abbruch tun. Die vierte Auflage ist für das kommende Jahr fest geplant.
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