Die Stolberger Herkunft spiegelt sich in seinem Werk

Von: Dirk Müller
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Der Autor Rolf P. Prost verlei
Der Autor Rolf P. Prost verleiht seiner tiefen Verbundenheit zur Kupferstadt immer wieder literarisch Ausdruck. Foto: D. Müller

Stolberg. Der Schriftsteller Rolf P. Prost ist ein Stolberger, der aus der Verbundenheit zu seiner Heimatstadt keinen Hehl macht. „Auch wenn ich derzeit in einem Stolberger Vorort, den die Bewohner ,Aachen nennen, weile”, sagt Prost.

Rund 45 Jahre - mit Unterbrechungen - lebte Prost in der Kupferstadt, war von 1989 bis 1994 Ratsherr für die SPD. Seine Herkunft und sein Leben spiegeln sich auch in dem literarischen Schaffen des Autors wider: Nachdem er 1981 den Thriller „Der Terrorist” (ISBN: 978-3921369692) veröffentlichte, schrieb Prost fünf Jugendbücher. In drei dieser Bücher sind Stolberger Schauplätze zu finden.

Liebe zum Sport

Ebenso wie Prosts Liebe zum Sport, insbesondere zum Fußball, wie seine Bücher „Fußball-Liebe” (ISBN: 978-3790305104) und „Micha im Dress der Fußball-Jugendnationalelf” (ISBN: 978-3888770210) belegen. Der 62-Jährige jagte selbst einige Jahre aktiv nach dem runden Leder, in B- und A-Jugend bei Adler Büsbach. „Noch heute geht mein erster Blick in der Montagszeitung dahin, wie der Adler gespielt hat. Dann informiere ich mich über die Ergebnisse der anderen Stolberger Mannschaften”, beschreibt Prost, der zwar auch zum Tivoli gehe, sich aber besonders gerne Spiele der „kleineren” Ligen anschaue und dabei die familiäre Atmosphäre am Platz genieße. Kein Wunder also, dass sein Buch „Frank Hassler, Fußballstar” (ISBN: 978-3790304138) auf dem Büsbacher Kranensterz angesiedelt ist.

Unterbrochen hat Prost seine Zeit in Stolberg unter anderem durch Aufenthalte in Griechenland. „Insgesamt habe ich dort sieben Jahre verbracht und als Disponent in der Logistik gearbeitet. Die Olympischen Spiele 2004 in Athen erleben zu dürfen war einfach großartig”, berichtet der sportbegeisterte Autor.

Passend zu seinem geografischen Werdegang schrieb er „Kalimera, Jana - Guten Morgen, Athen” (ISBN: 978-3770910526), das in zwei „Hauptstädten” spielt: Athen und Stolberg. Dieses Buch handelt von einem 15-jährigen Mädchen, dessen griechische Mutter und ihr deutscher Vater sich scheiden lassen, so dass Jana mit ihrer Mutter vom Alter Markt nach Athen zieht und sich dort zurechtfinden muss.

Einen Abstecher zum Stolberger Steinweg macht Prost in dem 1986 erschienenen Buch „Vater ist die Arbeit los” (ISBN: 978-3545331303), das jetzt in dem Schulbuch „Konkurrenz für 007” von Doris Meißner-Johannknecht eine Rolle spielt. Es kommt in der Handlung des Lehrbuchs vor, und ein Auszug von Prosts Buch ist mit Arbeitsanregungen bei den Materialien angehängt. „Das ist schon eine tolle Sache für mich. Es ist mir eine große Freude, dass junge Menschen sich mit dem Buch und dem Thema befassen. Und etwas geschrieben zu haben, das nicht nur für den Augenblick war”, erklärt der Autor.

Den Kupferstädter Schulen macht er ein „echtes Stolberger Angebot”: „Wenn Interesse besteht, und das Lehrbuch im Unterricht behandelt wird, komme ich gerne kostenlos in die jeweilige Schule. Dann könnte ich nicht nur Passagen aus ,Vater ist die Arbeit los lesen, sondern auch mit den Schülern ins Gespräch kommen, zum Beispiel über die gegenwärtige europäische Wirtschaftskrise und die Rolle Griechenlands, die ich, nachdem ich dort lange lebte, differenziert betrachten kann.”

Erwachsene Leser indes dürfen auf Rolf Prosts nächsten Roman gespannt sein, von dem 300 Seiten bereits geschrieben sind und der in den 60er Jahren angesiedelt sein wird - und natürlich in Stolberg spielt.
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