Die STG-Volleyballer atmen endlich wieder Oberliga-Luft

Von: Jan Schlegelmilch
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Die STG-Volleyballer sind zurück in der Oberliga. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Ein mulmiges Gefühl? Schlechte Erinnerungen? Nein, so etwas verspürt Lutz Böhnstedt bei der Rückkehr der STG-Volleyballer nicht. Wenn der Mittelblocker Samstagabend um 19 Uhr mit der Stolberger Turngemeinde beim ersten Oberliga-Spiel seit dem Abstieg vor zwei Jahren am Netz steht, geht der Blick nur in eine Richtung: nach vorne.

„Die Mannschaft ist richtig heiß, alle haben richtig Lust zu spielen”, sagt Böhnstedt vor dem Spiel beim TV Dresselndorf.

Letzte Oberliga-Saison abgehakt

Längst vergessen ist die Oberliga-Saison vor zwei Jahren, als die Stolberger nach der Hinrunde noch die Tabelle angeführt hatten und am Ende als Tabellenletzter doch direkt wieder den bitteren Gang in die Verbandsliga antreten mussten. Allein die lehrreiche Erfahrung ist vielen Spielern geblieben.

„Bei mir persönlich ist das abgehakt”, meint Böhnstedt. „Das war ein Lernprozess. Wir wissen, was wir damals falsch gemacht haben und haben einiges mitgenommen. Zum Beispiel, dass wir in der Klasse mitspielen können.”

Mitspielen will die STG auch Samstagabend, obwohl mit dem Oberliga-Vizemeister der Vorsaison gleich ein echter „Brocken” wartet. Dresselndorf - südlich von Siegen an der Grenze zu Rheinland-Pfalz und Hessen - gilt als Topfavorit der Oberliga, die Lutz Böhnstedt ansonsten nicht weniger schwach als vor zwei Jahren erwartet.

„Das ist gleich eine echte Standortbestimmung”, sagt Lutz Böhnstedt, wenngleich der Gegner auch andere Ambitionen hat als die Stolberger: „Unser Hauptziel ist erst einmal der Klassenerhalt. Aber die Mannschaft ist sich auch sicher, dass das machbar sein sollte”, fehlt es Böhnstedt und Co. nicht an Vertrauen in die eigene Stärke. „Wir sind noch besser als vor zwei Jahren.”

Dies liegt zum einen daran, dass nur Christian Lenser die Mannschaft verlassen hat, neu hinzu gekommen ist hingegen Diagonalspieler Saloum Diawara. Malte Krause ist zudem vom Außenangreifer zum Zuspieler umgeschult worden, wo er seine Qualitäten noch besser einbringen könne, so Böhnstedt.

Ein starkes Kollektiv

Besser ist die STG vielleicht auch deshalb, weil der Großteil der Mannschaft seit mehreren Jahren zusammenspielt, selbst nach dem Abstieg aus der Oberliga hatte kaum ein Spieler den Verein verlassen. Die Mannschaft verdient sich die Bezeichnung noch, tritt wie ein Team auf, ist ein starkes Kollektiv. „Genau das ist es”, bestätigt Böhnstedt, wenn man ihn nach dem Zusammenhalt des Teams fragt. „Wir haben uns als Mannschaft noch weiterentwickelt. Das ist unser Vorteil.”

Verbesserungswürdig sieht Lutz Böhnstedt hingegen noch die Beständigkeit des Kollektivs. Einen vermeintlich schwachen Gegner einmal souverän 3:0 besiegen, das schaffte die STG in der Verbandsliga nicht oft. „In der Oberliga kostet dich das dann das Spiel”, sagt Böhnstedt. „Wenn wir noch konstanter werden, machen wir einen großen Schritt nach vorne.” Konstant gut zeigten sich die Stolberger zumindest schon einmal beim letzten Vorbereitungsturnier vor dem Saisonstart in Ratheim: Im Finale besiegte die STG den Ligakonkurrenten SG Düren/Aachen souverän.

Und Samstagabend? Lutz Böhnstedt ist optimistisch: „Wir wollen uns gut verkaufen und zeigen, was wir können.”

Die 2. Mannschaft spielt in Lendersdorf

Auch die 2. Mannschaft der Stolberger TG betritt Samstag Neuland: Nach dem Aufstieg spielt die STG um 15 Uhr bei Alemannia Lendersdorf das erste Spiel der Landesliga-Saison.

Keine Sorgen braucht sich die STG mehr über ihre Heimspiele zu machen: Die Sporthalle der Berufsbildenden Schulen, in der wegen Brandschutzmaßnahmen gearbeitet wurde, ist zum Spielbetrieb wieder freigegeben.

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