Die „Skulpturenstraße“ wird ausgebaut

Von: Michael Grobusch
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Einer von zwei weiteren Standorten an der „Skulpturenstraße“ in der Velau, die der Sozialausschuss gestern gebilligt hat, liegt im vorderen Bereich der Kogelshäuserschule. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die „Skulpturenstraße“ in der Velau soll ausgebaut werden. Einstimmig hat der Sozialausschuss am Dienstag dem Aufstellen zweier weiterer Kunstwerke zugestimmt, die im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt“ von Bürgern entwickelt worden sind und nun eine dauerhafte Bleibe in dem Stadtteil finden. „Sie werden zu einer zusätzlichen Aufwertung und Imageverbesserung beitragen“, freute sich Fachbereichsleiter Willi Seyffarth über das Votum des Gremiums ebenso wie über das Engagement zahlreicher Anwohner, die sich an der Planung und Umsetzung beteiligt hatten.

Das beste Beispiel liefert die 700 Kilo schwere Betonskulptur, die von einer Frauengruppe unter fachkundiger Anleitung der Bleiberger Fabrik in Aachen und des Künstlers Sebastian Schmidt geschaffen worden ist. Sie soll an der Eschweilerstraße auf dem Grünstreifen im Kreuzungsbereich zur Europastraße aufgestellt werden. „Die Zustimmung des Landesbetriebs liegt mittlerweile vor“, konnte Seyffarth am Dienstag ganz aktuelle positive Kunde im Ausschuss verbreiten.

Die multikulturelle Gruppe hatte sich im Zuge des integrierten Handlungskonzeptes des Projektes „Soziale Stadt“ vor rund drei Jahren gegründet, trifft sich seitdem regelmäßig und bringt sich aktiv in das gesellschaftliche Leben in der Velau ein. Die von ihr geschaffene Skulptur besteht aus einem Ring mit zwei sitzenden Frauen. Rund zwei Jahre nach der Fertigstellung kann sie nun bald ihrer endgültigen Bestimmung zugeführt werden. Ein weiteres Kunstwerk wird im vorderen Bereich der Kogelshäuserschule seinen Platz finden. Es handelt sich um ein vierseitiges, farbiges Lichtmosaik, bestehend aus vier LED-Panels, das in einem Schaukasten aufgestellt werden soll. Als „Paten“ zur Seite standen der Verein Kugel und die Firma ESW Elektronik Service Willms.

Koordiniert worden ist das Projekt „Skulpturenstraße“ in beiden Fällen von der Arbeitsgruppe Wohnen und Wohnumfeld. „Alle Mitglieder sind im Sommer ausführlich über das Vorhaben informiert worden und haben sich an der Diskussion über die Standorte beteiligen können“, berichtet Willi Seyffarth. Dass der Sozialausschuss den unmittelbar aus der Bevölkerung kommenden Standort-Vorschlägen ohne Einschränkung zugestimmt hat, wollten Vertreter aller Fraktionen auch als Ausdruck der großen Wertschätzung für dieses bürgerschaftliche Engagement verstanden wissen. Offiziell ist das Projekt „Soziale Stadt Velau/Auf der Mühle“, so die vollständige Bezeichnung, nach dreijähriger Laufzeit und Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen sowie den Bund Ende März ausgelaufen und das dazu gehörige Stadtteilbüro geschlossen worden.

Doch nicht nur die bald vier Skulpturen sollen als gut sichtbares Symbol für einen nachhaltigen Erfolg der Projektphase bestehen bleiben. „Es gibt heute ein ganz anderes Bewusstsein in der Bevölkerung, wie man mit seinem Stadtteil umgehen sollte“, stellt Fachbereichsleiter Willi Seyffarth zufrieden fest.

Und der Soziologe und zwischenzeitlich als Stadtteilmanager engagierte Wolfgang Joußen hatte schon in diesem Frühjahr erklärt, dass das wichtigste Ziel auf jeden Fall erreicht worden sei: „Wir wollten uns im Laufe des Projektes überflüssig machen. Das ist uns gelungen.“

Die „Skulpturenstraße“ ist eines von 14 Teilprojekten des integrierten Handlungskonzeptes, das im Rahmen des Gesamtprojektes „Soziale Stadt Velau/Auf der Mühle“ entwickelt worden ist. Es resultiert unmittelbar aus der direkten Bürgerbeteiligung, die unter anderem in drei sogenannten Zukunftswerkstätten stattgefunden hat.

Bereits im Frühjahr war der erste Teil der „Skulpturenstraße“ realisiert worden. Damals war eine von der Firma Saint-Gobain zur Verfügung gestellte Kugel am Kultur- und Generationenhaus angebracht worden. Sie wird nach einem Unfall derzeit repariert. Ein weiteres Kunstwerk ziert den Kreisverkehr an Münsterbachstraße und Eschweilerstraße.

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