Die Seniorenresidenz Breinig vor dem Startschuss

Von: -jül-
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So soll es nach den Vorstellungen des Investors bald nahe dem Breiniger Ortsausgang aussehen: Mit südländischem Flair und Staffelgeschossen sowie versetzter Bauweise soll Rücksicht in der Nachbarschaft von Gut Stockem auf den Denkmalschutz genommen werden.
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Dr. Christoph Kösters freut sich auf das fünfte Haus seiner Itertalklinik-Seniorenzentren.

Stolberg. Was lange währt, soll nun endlich gut werden. Die Senioren-Residenz in Breinig kann Realität werden. Der Bauantrag ist gestellt, und am Dienstag soll der Stadtrat den Verkauf von rund 6800 m2 Weideland neben dem Friedhof in Alt Breinig besiegeln. Als Investor möchte Heinrich Sangershausen aus Bad Driburg die Residenz mit Pflegeheim und betreutem Wohnen errichten.

Rund zehn Millionen Euro werden in das Projekt investiert, das die Stolberger SPD erstmals im Juli 2011 der Öffentlichkeit präsentierte.

Das hatte seinen Grund, denn ihr engagiertes Mitglied Willi Classen hatte zuvor Hinter den Kulissen sensibilisiert für den Bedarf an Senioreneinrichtungen und in Dr. Christoph Kösters für den Standort gewinnen können. Der Mediziner betreibt bereits vier solcher Einrichtungen in der Region in Roetgen, Kornelimünster und Walheim.

Schon seit 17 Jahren umsorgen die Itertalklinik-Seniorenzentren mittlerweile rund 400 Senioren, davon 287 in den Pflegebereichen der Häuser. „Das Projekt in Breinig wird unser Angebot wunderbar ergänzen können“, freut sich Kösters bereits über den absehbaren Baubeginn, so dass bis Mitte kommenden Jahres das in Betrieb gehen dürfte. Bereits heute bestehe eine große Nachfrage, sieht Kösters den Bedarf bestätigt.

In dem zweiflügeligen Gebäude, des durch Gemeinschaftsbereiche im Mitteltrakt verbunden wird, sollen 15 Tages- und 78 Pflegeplätze sowie 30 Einheiten für betreutes Wohnen entstehen, die in erster Linie den Unterbringungs- und Wohnbedarf von Senioren aus dem Stadtteil decken soll. „Die Anerkennung des Bedarfs durch die Städteregion liegt mittlerweile vor“, sagt Kösters. Rund 80 Arbeitsplätze sollen in dem Objekt geschaffen werden, das darüber hinaus mit Blockheizkraftwerk, Solaranlage und energieschonender Bauweise auf zukunftsträchtige Standards setzt.

Etwas hingezogen hatte sich die Entscheidung bis zur Investition, nachdem das Projekt nach seiner ersten Präsentation rasante Fortschritte gemacht hat. Bereits acht Monate später beschloss der Ausschuss für Stadtentwicklung die frühzeitige Bürgerbeteiligung zum geänderten Bebauungsplan, bei der vor allem Fragen des Denkmalschutzes erörtert wurde.

Fünf Monate später wurden die Bedenken und Anregungen durch den Fachausschuss beschieden, und im März letzten Jahres verabschiedete der Stadtrat die eigens für dieses Projekt angepasste Bauleitplanung. Jetzt kann er dem Verkauf des städtischen Areals zu dem am Markt erzielbaren individuellen Grundstückswert beschließen.

Mit einem Baubeginn wird dann innerhalb weniger Wochen nach der Erteilung der Baugenehmigung gerechnet.

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