Die Schneidmühle erhält eine P+R-Anlage

Von: Jürgen Lange
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Nicht mehr erforderlich: Anfang dieser Woche ließen Stadt und EVS das alte und nur noch bruchstückhaft vorhandene Eisengitter zwischen Bahnlinie und Euregiobahn entfernen. Foto: J. Lange

Stolberg. Er war nur noch marode und löchrig: Der Eisengitterzaun entlang der Euregiobahnlinie an der Eisenbahnstraße (L 23). In einer gemeinsamen Aktion haben Kupferstadt und die EVS als Infrastrukturbetreiber des Schienennetzes die nur noch bruchstückhafte Zaunanlage zwischen Schnorrenfeld und dem Haltepunkt Schneidmühle ersatzlos entfernen lassen.

Der Zustand des Gitters hatte immer wieder für Kritik in der Bevölkerung gesorgt. „Eine Abzäunung der Gleisanlage ist in diesem Bereich gesetzlich nicht zwingend erforderlich“, erklärten übereinstimmend Bürgermeister Tim Grüttemeier und EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil.

Ein neuer Zaun ist dort nicht vorgesehen. Erst einmal weiter bestehen bleibt das noch intakte Gitter im Abschnitt zwischen Nikolaus­straße und dem Bahnübergang am Kohlbuschweg.

Die Maßnahme ist auch ein Vorgriff auf die Modernisierungsoffensive an der Schneidmühle. Dort soll auf dem ehemaligen Vegla-Gelände gleich gegenüber dem Haltepunkt an der Schneidmühle eine weitere P+R-Anlage entstehen.

Am kommenden Mittwoch stellt die Verwaltung die Pläne dazu dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt vor. Der Entwurf sieht 78 Parkplätze im Format 5 mal 2,50 Meter sowie vier Behindertenparkplätze mit 5 mal 3,50 Meter vor.

Damit vergrößert sich das Angebot an P+R-Plätzen im Umfeld des regionalen Dreh- und Angelpunktes des Schienenverkehrs weiter. Durch den Bau des Parkhauses am Hauptbahnhof steigt das Angebot der P+R-Plätze direkt am Gleis von 166 auf 377; zudem stehen 60-P+R-Plätze an der Rhenaniastraße gegenüber der Einmündung Probsteistraße zur Verfügung.

Für die neue P+R-Anlage an der Schneidmühle „hat der Zweckverband Nahverkehr Rheinland im Februar eine kurzfristige Bezuschussung in Aussicht gestellt“, sagt Tobias Röhm. „Wir haben jetzt fristgerecht den entsprechenden Förderantrag beim NVR eingereicht“, so der Technische Beigeordnete weiter. Die Kosten werden auf insgesamt 550.000 Euro geschätzt, die zu 90 Prozent vom NVR bezuschusst werden. Somit betragen die Kosten für die Stadt 55.000 Euro.

Mit dem Bau der P+R-Anlage werden auch zwei weitere Probleme gelöst. Die kleine Treppe zwischen der Straße „Schneidmühle“ und Eisenbahnstraße ist desolat. Eine neue Verbindung entsteht am nördlichen Ende der P+R-Anlage, die zudem von beiden Köpfen aus mit einem Gehweg an die Landesstraße angebunden ist. Die Zufahrt liegt direkt gegenüber dem Haltepunkt.

Außerdem berücksichtigt der Entwurf bereits eine geplante Erneuerung der Eisenbahnstraße, für die bereits ein Einplanungsantrag bei der zuständigen Bezirksregierung in Köln gestellt ist. Dabei soll die bisherige Busbucht in ein barrierefreies Buskap umgewandelt werden, um dem Linienbusverkehr mehr Komfort verleihen zu können. Das ermöglicht die Verlegung des Fahrgastunterstandes an den günstigeren Bereich des Buseinstiegs.

Zudem soll an der Rückfront des Fahrgastunterstandes eine überdachte Fahrradabstellanlage installiert werden. Bei Bedarf können im Nachhinein weitere Abstellanlage oder auch Boxen für Fahrräder nördlich oder südlich der P+R-Anlage aufgestellt werden, so Röhm weiter: „Der Öffentliche Personennahverkehr in der Kupferstadt gewinnt ein weiteres Stück an Attraktivität.“

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