Die Rote Couch: Neue Ausstellung im Zinkhütter Hof

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Horst Wackerbarth sammelt Menschen und deren Schicksale. Seit über einem Vierteljahrhundert bereist er die Welt mit seiner Roten Couch. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Stolberg. Nachdem die Ausstellung mit ungewöhnlichen Fotos des Künstlers Horst Wackerbarth im Herbst im NRW-Forum Düsseldorf ihre Premiere feierte, wird sie jetzt an verschiedenen Orten und Regionen des Landes gezeigt. Nächste Station ist das Museum Zinkhütter Hof in Stolberg.

Die Rote Couch ist das Markenzeichen des international bekannten Künstlers Horst Wackerbarth. Er war damit unterwegs in der Eiswüste Alaskas und im Regenwald Südamerikas, in den Metropolen Europas und den Dörfern Sibiriens. Prominente wie Michail Gorbatschow haben auf ihr ebenso Platz genommen wie Landarbeiter oder Hooligans.

Nun reiste der Fotokünstler im Auftrag der NRW-Stiftung mehr als ein Jahr lang durch alle Regionen Nordrhein-Westfalens, um für das Portrait „heimat.nrw“ mit seiner berühmten Roten Couch besonders typische und besonders markante Orte und Menschen in Szene zu setzen. So entstand ein Porträt des Landes und seiner Bewohner, bestehend aus zahlreichen großformatigen Bildern und Videowerken. Die Ergebnisse seiner Reise werden nun vom 22. Januar bis zum 28. Februar im Museum Zinkhütter Hof in Stolberg zu sehen sein.

Wackerbarths Werke ermöglichen einen ungewöhnlichen Blick auf die kulturelle, wirtschaftliche und naturräumliche Entwicklung des Landes. Viele der besuchten Orte haben zudem einen Bezug zu Natur- und Kulturprojekten der NRW-Stiftung, so gehören etwa der Mithilfe der NRW-Stiftung restaurierte Astropeiler in Bad Münstereifel oder die Narzissenwiesen im Kreis Euskirchen zu seinen Motiven.

Für „heimat.nrw“ greift der Fotograf aber auch aktuelle Themen wie Migration, Inklusion und Energieversorgung auf, befasst sich mit Wirtschaft und sozialen Themen. Besucher der Ausstellung haben zudem die Möglichkeit, selbst auf der berühmten Couch zu sitzen, sich darauf zu fotografieren und über eine interaktive Installation selbst Teil des Projektes „heimat.nrw“ zu werden.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 22. Januar, um 11 Uhr mit einer Gesprächsrunde eröffnet, in der Moderator Dr. Michael Köhler (WDR5) folgende Gäste interviewt: Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, Museumsleiter Sebastian Wenzler, Harry Kurt Voigtsberger (Präsident der NRW-Stiftung), Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer aus dem NRW-Arbeitsministerium und den Fotokünstler Horst Wackerbarth, der persönlich nach Stolberg kommen wird. (Mehr: www.heimat.nrw und www.meine.heimat.nrw)

Horst Wackerbarth sammelt Menschen und deren Schicksale. Seit über einem Vierteljahrhundert bereist er die Welt mit seiner Roten Couch. Sie ist dabei gemeinsamer Nenner, Bühne, Thron und Kommunikationsplattform zugleich. „Die Rote Couch bringt alle Menschen auf Augenhöhe!“ so der Künstler, der seine Arbeit als „work in progress“, als eine „never ending story“ bezeichnet, die erst mit Wackerbarths Tod enden wird.

800 Menschen

Bis heute haben über 800 Menschen in 52 Ländern auf der Roten Couch Platz genommen und die universellen Fragen, die Wackerbarth seinen Protagonisten stellt und mit Video aufzeichnet, wurden in 53 Sprachen beantwortet. Wackerbarths Arbeiten sind in zehn Buch-Monografien veröffentlicht, wurden in mehr als 50 Einzelausstellungen in Museen und Galerien weltweit gezeigt und sind in 13 bedeutende Sammlungen zeitgenössischer Kunst aufgenommen.

Seit 1986 unterstützt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung gemeinnützige Vereine, Verbände und Initiativen, die sich für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege einsetzen. Mit dieser thematischen Verbindung ist die NRW-Stiftung bundesweit einzigartig und nach dem Vorbild des „National Trust“ in Großbritannien setzt sie auf eine enge Zusammenarbeit mit ihren ehrenamtlichen Partnern.

Bisher hat sie rund 2700 Natur- und Kulturprojekte fördern können. Im Naturschutz liegt ein Schwerpunkt im Erwerb schutzwürdiger Flächen, um gefährdeten Tieren und Pflanzen einen geeigneten Lebensraum zu erhalten. In der Heimat- und Kulturpflege engagiert sich die NRW-Stiftung etwa für denkmalgeschützte Mühlen, historische Hofanlagen und Zeugnisse ehemaliger Zechenanlagen. Ihre Aufgaben finanziert die Nordrhein-Westfalen-Stiftung hauptsächlich aus Lotterieerträgen von Westlotto, zunehmend aber auch aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins.

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