Die Qual der Wahl: So läuft der „Superwahlsonntag”

Von: Robert Flader
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Wer schon vor dem 30. August seine Stimme abgeben will, ist bei Gina Engel, Jana Zakowski und Nadja Beckers(v.l.) genau richtig. Die drei angehenden Verwaltungsfachangestellten sind im städtischen Wahlamt für die „Vorwahlen” und die Briefwahl zuständig. Foto: R. Flader

Stolberg. Eines steht schon im Vorfeld fest: Der 30. August wird ein langer Tag, der sich wahrscheinlich bis in die Nacht hinein zieht. Denn wenn die Wahllokale um 18 Uhr schließen, geht die Arbeit für die Wahlvorsteher, Wahlhelfer und Rechenschieber erst so richtig los.

Und im Rathaus fängt zeitgleich das große Zittern an. Wer wird Bürgermeister, wer zieht in den Stadtrat ein, wer schafft es in den neuen Städteregionstag und wer löst Landrat Carl Meulenbergh als neuer Städteregionsrat und Verwaltungschef des bisherigen Kreises ab?

Über diese vier Fragen können am kommenden Sonntag genau 44522 Stolberger (mit-)entscheiden. Wir haben alles Wissenswerte über den 30. August aufgeführt:

Wählen kann jeder wahlberechtigte Stolberger in seinem Stimmbezirk in der Zeit zwischen 8 und 18 Uhr. Danach werden die Wahllokale geschlossen und die Auszählung beginnt. Jedes Wahllokal wird von acht Wahlhelfern, darunter ein Wahlvorsteher, „überwacht”. „Der gesamte Wahlvorgang ist öffentlich”, verdeutlicht Walter Wahlen, der den „Superwahlsonntag” mit einem Team von rund 20 Helfern akribisch vorbereitet. „Jeder kann bei der Stimmauszählung vor Ort dabei sein, darf die Wahlhelfer aber natürlich nicht dabei stören.”

Wahlhelfer: Genau 240 Wahlhelfer sind am 30. August in den 30 Stimmbezirken im Einsatz, zusätzlich werden 40 Stimmzähler in den fünf Briefwahlbezirken die Stimmen auszählen.

Briefwahl: Falls man am Wahltag selbst verhindert ist, besteht die Möglichkeit, noch bis Freitag, 28. August, 18 Uhr, seine Stimmen per Post einzuschicken. Falls man allerdings ganz auf Nummer Sicher gehen will, kann man im städtischen Wahlamt auch schon jetzt seine Stimme abgeben.

Wahlbezirke: In Stolberg gibt es zwar insgesamt 22 Wahlbezirke, aber 30 Stimmbezirke. Das liegt daran, dass mancher Wahlbezirk aus zwei Stimmbezirken besteht - die dann wiederum ein gemeinsames Ratsmitglied wählen. Der kleinste Stimmbezirk ist Am Halsbrech mit 376 potenziellen Wählern, der größte Büsbach mit 2325 Stimmberechtigten.

Krankheitsfälle bedeuten nicht automatisch den Ausschluss von der Wahl. In diesem Fall gibt es die Möglichkeit, noch am 30. August bis 15 Uhr per Brief zu wählen. Genauso besteht die Möglichkeit, einen Wahlschein bis 15 Uhr beim Wahlamt zu beantragen.

Kandidaten für die Wahl des Stolberger Bürgermeisters stehen in diesem Jahr genau neun zur Auswahl, für den Städteregionsrat sind es sieben. Ebenfalls sieben Kandidaten stehen in jedem Bezirk für den Städteregionstag zur Wahl, neun wiederum sind es jeweils pro Wahlbezirk für den Stadtrat.

Die Auszählung: Nachdem die Wahllokale um 18 Uhr schließen, wird zuerst der neue Städteregionsrat ausgezählt, der den Landrat ablöst und oberster Repräsentant der neuen Städteregion wird. Es folgt die Auszählung der Mitglieder des Städteregionstages. Erst an dritter Stelle wird Stolbergs Bürgermeister ermittelt, bevor schließlich die Mitglieder des neuen Stadtrates ausgezählt werden. Mit einem endgültigen Wahlergebnis wird nicht vor 23 Uhr gerechnet - frühestens, je nach Wahlbeteiligung.

Stimmzettel: Jeder wahlberechtigte Stolberger erhält beim Urnengang vier verschiedene Wahlscheine. Mit dem ersten, ganz in weiß gehaltenen, wird Stolbergs Bürgermeister gewählt, mit dem zweiten (blau-grau) der Städteregionsrat. Orange ist der Stimmzettel für die Vertretung der neuen Städteregion Aachen. Als letztes befindet sich in dem roten Wahlumschlag ein beigefarbener Wahlzettel für die Wahl zum Stadtrat.

Jetzt heißt es also „nur” noch, am kommenden Sonntag auch wählen zu gehen und seine insgesamt vier Kreuze an der richtigen Stelle zu setzen. Reichlich Spannung ist in jedem Falle garantiert. Ein langer Abend ebenfalls.
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