Die Profis sind mit dem Radrennen zufrieden

Von: Jan Schlegelmilch
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Wie eine Lokomotive vorneweg: Das Team Kuota-Indeland machte von Beginn an Tempo im Elite-Rennen in Gressenich. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg-Gressenich. Das Läuten der Glocke an der Start- und Ziellinie lässt Stefan Ganser noch einmal kräftig in die Pedale treten. Noch einmal muss der Fahrer vom Stolberger Radteam Kuota-Indeland die 1,2 Kilometer lange Runde bewältigen; noch einmal muss er durch die engen Straßen fahren, die den Radprofis mit ihren Steigungen, Senkungen und Kurven alles abverlangen.

In der letzten Runde klebt ihm dabei Dominik Roels vom Team Milram so dicht am Hinterreifen, dass Gansers Beinmuskulatur im finalen Sprint noch einmal richtig gefordert wird.

Am Ende entscheidet der 30-jährige Stolberger das Duell mit einem knappen Vorsprung für sich und gewinnt damit das 84 Kilometer lange Elite-Profirennen im Rahmen des Radsportages des RSC Stolberg - in 01:44:35, einer sehr schnellen Zeit.

Ähnlich knapp ging es auch schon in den vorigen Rennen zu, die ab 13 Uhr auf dem Rundkurs durch den Ort ausgetragen wurden. Dank des RSC Stolberg verwandelte sich Gressenich nach einjähriger Abstinenz bereits zum 16. Mal in ein Mekka für Radsportfans - mit einem furiosen Finale, das für den RSC Stolberg, das Stolberger Radsportteam Kuota-Indeland und die Stolberger Radsportfans nicht besser hätte enden können.

„Das Wetter hat gehalten, ein Stolberger hat gewonnen, was will man mehr?”, freute sich Rainer Sorge, Vorsitzender des RSC, über den Sieg eines Stolbergers und den gelungenen Radsporttag, den in diesem Jahr zwar nicht ganz so viele Zuschauer wie in den Vorjahren, aber immer noch zahlreiche Radsportinteressierte besuchten. Das diese wieder ein hochklassiges Radrennen mit internationalen Teams und Radprofis zu sehen bekamen, war einmal mehr dem vorbildlichen Einsatz der Vereinsmitglieder des RSC Stolberg zu verdanken.

Die ehrenamtlichen Helfer verwandelten die Gressenicher Straßen in kürzester Zeit in einen anspruchsvollen Rundstreckenkurs mit ganz besonderem Flair - nicht nur wegen der Beleuchtung in der Dunkelheit.

Dort, wo Autos sonst maximal mit 30 Stundenkilometern fahren dürfen, schossen die Radprofis dicht gestaffelt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 45 Stundenkilometern vorbei. Der schnellste von ihnen war am Ende Stefan Ganser, der sich über den Sieg vor heimischem Publikum besonders freute: „Ich muss meinen Jungs ein Riesenkompliment machen. Ich durfte mir das Rennen heute von hinten angucken und die Jungs vorne ackern lassen”, bedankte sich Ganser, der lange Zeit verhalten fuhr und erst gegen Ende des Rennens attackierte, bei seinen Teamkollegen.

„Das war ein sehr schweres Rennen. Ich habe schon vorher etwas nach vorne probiert und vielleicht da meine Kraft gelassen”, erklärte der Zweitplatzierte Dominik Roels, warum er Ganser am Ende nichts mehr entgegen zu setzen hatte.

An diesem Tag wies Ganser aber nicht nurRoels in die Schranken. Auch die zu den Favoriten zählenden deutschen Topsprinter Andr Schulze vom Team PSK Whirlpool Author, Eric Baumann vom Team Nitrixxion Sparkasse und Steffen Radochla vom Team Elk Haus verwies der Stolberger auf die Plätze drei, vier und fünf.

Dementsprechend zufrieden konnte auch Kuota-Indeland-Teammanager Markus Ganser sein, der sich nicht nur über den Erfolg seines Bruders, sondern über die gesamte Teamleistung freute: „Wir wollten uns beim Heimrennen gut präsentieren und zeigen. Es war wichtig, dass jemand aus dem Team gewinnt und wir bei jeder Ausreißergruppe dabei waren”, sagte Ganser. Werbung in eigener Sache betrieb auch der Stolberger Marcel Meisen, der sich über die gesamte Renndistanz immer wieder vorne zeigte.

„Ich bin mit meinem Rennen zufrieden. Ich bin ein paar mal vorne weggefahren und wollte mich einfach bei unserem Heimrennen den Zuschauern zeigen”, sagte der 20-jährige Kuota-Indeland-Fahrer.

Und der glückliche Sieger des Abends kündigte den Zuschauern indes an, dass schon bald wieder die Glocken läuten werden - aber nicht die, die ihm die letzte Runde beim Radrennen signalisieren: „Am 11. September ist Polterabend, da könnt ihr gerne vorbeikommen.”
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