Die Pläne zum Umbau des Kaiserplatzes werden immer konkreter

Von: oha
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Der Brunnen in der Mitte des Kaiserplatzes wird neu gestaltet. Links davon soll ein Restaurant gebaut werden. Foto: O. Hansen

Stolberg. Hinter verschlossenen Türen verabschiedete der Stolberger Stadtrat am Dienstagabend einen Erbpachtvertrag zwischen Stadt und Investor für das Grundstück in einer Ecke des Platzes, auf dem ein Restaurant gebaut werden soll.

Die Mehrheit von SPD und CDU brachte das Projekt damit auf den Weg, Die Linke, die Grünen und die FDP stimmten wie schon in den Fachausschüssen zuvor dagegen. Ihnen ist der Bau des Restaurants einfach zu groß angelegt.

Der Investor, der bereits ein in der Region bekanntes Restaurant im Park in Aachen-Burtscheid betreibt, will mehr als eine Million Euro in den Stolberger Bau investieren. Das Restaurant mit Außenbewirtschaftung wird in der linken Ecke des Kaiserplatzes, vom Rathaus aus gesehen, gebaut. Damit sich das Objekt in die Umgebung einpasst, wird es ein Flachbau werden. Das Grundstück wird im Besitz der Stadt bleiben. Der Investor wird es im Rahmen des Erbpachtrechts für 50 Jahre pachten.

Die Lage in Stolberg wird durchaus eine andere sein als die des Lokals in Burtscheid. Dort steht das Gebäude am Rande eines kleinen Parks, wer seinen Kaffee draußen trinkt, schaut ins Grüne. Der Kaiserplatz hat zwar ebenfalls seinen Charme, aber keinen Park. Die Kundschaft wird ebenfalls eine andere sein. Deshalb haben Politik und Verwaltung dem Investor zur Auflage gemacht, dass er die Preise für seine Speisen und Getränke dem üblichen Niveau in Stolberg anpasst.

Mit dem Umbau des Kaiserplatzes soll im kommenden Jahr begonnen werden. Vorbereitungen wird es schon in diesem Jahr geben. Nach Karneval, wo der Platz ja noch zur Errichtung des Festzeltes benötigt wird, können dann die Bagger anrollen. Der Platz soll in mehreren Abschnitten umgebaut werden. Die Baustellenschilder werden allerdings durchgehend aufgestellt werden.

Unter anderem werden einige Bäume gefällt oder verpflanzt. Der Brunnen wird abgeflacht und neu gestaltet. Es wird einen Spielplatz in der anderen Ecke des Platzes, rechts vom Rathaus aus gesehen, geben. Außerdem sollen etliche neue Sitzgelegenheiten und auch Parkmöglichkeiten geschaffen werden.

Im kommenden Herbst soll dann auch das Fundament für die geplante Gastronomie ausgehoben werden. Das Restaurant soll im Frühjahr 2017 eröffnet werden. Der Neubau störe die Symmetrie des Platzes nicht, betont Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. Zu diesem Schluss seien nicht zuletzt auch die Experten des Denkmalschutzes gekommen. Der Neubau behindere auch Veranstaltungen nicht, die weiterhin auf dem Kaiserplatz stattfinden sollen. „Der Aufbau der Bühne bei Veranstaltungen ist später sowohl vor dem Brunnen als auch vor dem Alten Rathaus möglich“, sagt der Bürgermeister. „Wir bieten beides an.“ Wobei die Versorgung mit Strom und Wasser vor dem Rathaus einfacher sei.

Zum Beginn der Ratssitzung hatten einige Bürger die auf 30 Minuten begrenzte „Einwohnerfragestunde“ dazu genutzt, ihren Unmut über den Umbau des Kaiserplatzes kundzutun. Eine ihrer Sorgen war dabei: Was passiert mit der Bauruine, wenn das Restaurant nicht läuft und geschlossen werden muss? Der Bürgermeister konnte auf die entsprechenden Verträge in solchen Fällen zwischen Kommunen und Investoren verweisen. Der Stadt stehe in diesem Fall ein Vorkaufsrecht für die Immobilie zu, so Bürgermeister Grüttemeier.

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