Die neue Orgel hat eine romantische Ader

Von: kolja linden
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Eingerahmt von den beiden nun gut sichtbaren Fenstern ist sie ein echter Hingucker: Die neue Orgel von St. Mariä Himmelfahrt. Foto: K. Linden

Stolberg. Es war ein langer Weg: 16 Jahre sind vergangen, seit der damalige Kirchenvorstand von St. Mariä Himmelfahrt im Jahr 1993 entschied, eine neue Orgel anzuschaffen. Und nun ist sie endlich da, am 1. November wird die Orgel feierlich geweiht.

Organist Hermann-Josef Schulte freut sich riesig, auf der neuen Orgel zu spielen. „Für jeden Kirchenmusiker ist es ein Hochgefühl, auf so einer neuen Orgel zu spielen.” Zumal Neuanschaffungen selten vorkommen. Kirchenorgeln können Hunderte Jahre alt werden, und das erhofft man sich in St. Mariä Himmelfahrt auch von dieser.

Die neue 25-Register-Orgel, erbaut von Martin Scholz aus Mönchengladbach, ist rein mechanisch. „Wie zu Johann Sebastian Bachs Zeiten”, schwärmt Organist Schulte. „Die Orgel ist vom Charakter her romantisch, hat viele Streicher- und viele Zungenregister.” Und sie hat eine weitere Besonderheit: Drei Register der alten Orgel haben in ihr eine neue Bestimmung gefunden. „Eingebaut wurden natürlich nur die Teile, die dem hohen Anspruch der neuen Orgel entsprechen”, sagt Pastor Funken.

Auch architektonisch passt sich die neue Orgel hervorragend in die Kirche ein. „Der Kirchenraum ist jetzt eine homogene Einheit geworden”, schwärmt Helmut Gottfried, Verwaltungsmitarbeiter der Pfarre. „Die Empore ist so offen angelegt, dass die Orgel von oben bis unten sichtbar ist.” Das gilt jetzt übrigens auch für die Fenster links und rechts des Instruments, die von der Vorgängerorgel verdeckt wurden und jetzt die Kirche in ein viel helleres Licht tauchen.

Das langwierige Projekt, das die Pfarre in Eigenregie ermöglicht hat und das ganz allein durch Spenden finanziert wurde, hat somit ein tolles Ende gefunden. Ein Ende, in dem ein neuer Anfang liegt.
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