Die Loks stehen voll unter Dampf

Von: dö
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Stefan Danners präsentierte den Stolberger Eisenbahnfreunden das Bahnland Österreich. Im Bild eine in den 1950er Jahren gebaute österreichische E-Lok. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Stefan Danners aus Eschweiler ist neben Roland Keller aus Stolberg ein Experte der regionalen- und überregionalen Eisenbahngeschichte. Im Fokus seiner Reportagen, die der 51-jährige Verwaltungsangestellte per Film oder Bild kundtut, steht aber überwiegend das Bahnland Österreich.

Nicht anders war es jetzt beim Frühschoppen der Stolberger Eisenbahnfreunde im Foyer des Hauptbahnhofs der Stadt an der Rhenaniastraße, als Danners rund 30 Besucher mit seinen Bahnreisen in der Steiermark, Voralberg und Osttirol vertraut machte.

Im Mittelpunkt seiner 90-minütigen Reportage standen die Bahnstrecke rund um die österreichische Stadt Eisenerz, die Danners in den frühen 2000er Jahren mehrmals besucht hat. Die in der Steiermark gelegene Stadt Eisenerz und ihre Bahn sind von besonderem Interesse, weil dort der größte Eisenerztagebau Mitteleuropas liegt: Ein Tagebau, der sich auf den Terrassen des so genannten Erzberges abspielt.

Beurkundet ist der Bergbau, der anfänglich in der Tiefe erfolgte, seit dem 11. Jahrhundert. Seit 1890 wird nur noch im Tagebauverfahren abgebaut. Begonnen hatte Danners seinen Vortrag, indem er Bilder zeigte, die 2003 in Eisenerz anlässlich eines Dampfloktreffens entstanden sind.

„Grüner Anton“ in voller Aktion

Demnach präsentierte der Eschweiler Experte Bilder, die historische Dampfloks in voller Aktion - das heißt unter Dampf - zeigten. Höhepunkt waren dabei auch mehrere Bilder, die die slowakische Dampflok „Grüner Anton“ betriebsbereit und in Fahrt präsentierten.

Ergänzt wurden die Bilder durch die Darstellung historischer Elektroloks, wovon einige aus dem österreichischen Nachbarland Ungarn stammten. Das Bergwerk selbst besucht hat Danners im Jahr 2011. Damals ist er mit einem Spezialfahrzeug direkt vor Ort gefahren und hat den Abbau live miterlebt. Auch diese Bilder wurden den Besuchern präsentiert.

Ergänzt hatte er seine Reportage aus Eisenerz mit Bildern, die Sehenswürdigkeiten der 5000-Einwohner-Stadt zeigten und der umgebenden Alpenlandschaft gewidmet waren. Die Bahnstrecke rund um Eisenerz ist heute nicht mehr für den Personenverkehr geöffnet.

Nur noch Gütertransporte rollen über die um 1873 entstandene Bahnlinie. Im zweiten Teil seines Vortrages widmete sich Danners Bahnstrecken, die in Voralberg und Osttirol liegen. So hatte sich dem Bahnexperten im September 1991 die seltene Gelegenheit geboten, eine Fahrt im Führerstand einer E-Lok mitzumachen, die in der Umgebung von Bludenz unterwegs war.

Dieses einmalige Erlebnis präsentierte Danners den Besuchern des Frühschoppens in einem 20-minütigen, von ihm selbst gedrehten Film. Die Bilder aus Osttirol waren historischen E- und Dieselloks gewidmet. Die Besucher waren begeistert. Gewürdigt wurde der Danners-Vortrag mit lang anhaltendem Applaus. Fortgesetzt wird die Frühschoppenreihe am Sonntag, 17. September, von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr, im Foyer des Hauptbahnhofes an der Rhenaniastraße.

Im Mittelpunkt stehen dann zwei Eisenbahnjubiläen: nämlich die Eröffnung der Strecke Eupen - Raeren vor 130 Jahren im August 1887 und die Inbetriebnahme der Strecke von Morsbach nach Kämpchen vor 125 Jahren im August 1892, die den Lückenschluss von Stolberg über Würselen nach Kohlscheid brachte. Mit einer Fotoserie, die 1992 entstand, soll außerdem an die seinerzeit bevorstehende Schließung der Alsdorfer Kokerei erinnert werden.

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