Die letzten Zigaretten werden symbolisch zu Grabe getragen

Von: Toni Dörflinger
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Sorgten mit ihrem Auftritt für Stimmung im Saal: Beate Niemeyer und Hans Künstler. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Dem blauen Dunst ade gesagt haben in der Mainacht – wenn auch nur symbolisch – rund 100 Männer und Frauen, die sich unter dem Motto „Die letzte Zigarette“ in der Gaststätte „En de Kess“ getroffen hatten. Mit ihrer Aktion trugen sie einerseits dem Rauchverbot Rechnung und machten andererseits ihren Protest gegen das neue Nichtraucher-Schutzgesetz.

Unterstrichen wurde das nicht ganz ernst gemeinte Motto dadurch, dass eine Holzkiste die Runde machte, in der die Besucher ihre Restbestände an Zigaretten entsorgten. Anschließend wurde die als Sarg gedachte Kiste im Garten der Altstadtkneipe, begleitet von Wehklagen, lautem Gestöhne und Missfallensbekundungen, begraben.

Eingebettet war die mehrstündige Aktion, bei der bis Mitternacht reichlich Qualm unter die Saaldecke gepustet und so manche Zigarette konsumiert wurde, durch ein buntes Unterhaltungsprogramm, für das der Gaststättenbetreiber Rene Weber und der Kulturverein City Starlights gesorgt hatten. Sie boten auf der kleinen Bühne einen Mix aus Comedy, Schlagerparodien und Komik, das durch die Gesangsauftritte von Bianca Uffelmann und Doris Klein ergänzt wurde.

Uffelmann hatte zuletzt als Stimmungssängerin im Hofstaat von Ex-Tollität Dieter Brockmann für Furore gesorgt und konnte auch diesmal viel Beifall für ihren gelungenen Auftritt einheimsen. Klein, die in den 1980er Jahren als Tanzmariechen der KG Fidele Zunfthäre geglänzt hatte und zuletzt Mitglied der Band „Remember“ war, begeisterte die Besucher mit Schlagern der 60er und 70er Jahre.

Rene Weber nimmt das nun geltende Rauchverbot mit Gelassenheit: „Wir haben im Garten für genügend Ausweichmöglichkeit gesorgt“, versicherte der Gastronom. Viel blauer Dunst wurde auch dann noch erzeugt, als zu später Stunde Alleinunterhalter Frank Hoffmann auftrat und vier Trompetensoli zum Besten gab. Dem Publikum gefiel der bunte Mix aus Show und Gesang. Immer wieder gab es lautstarken Szenenapplaus. Auch die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit der großen Resonanz, die der etwas andere Maiball fand.

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