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Die längste Holzbank der Welt...

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Schon als Rohling sorgt die 130 Jahre alte Douglasie am Zweifaller Forsthaus für Aufsehen: Am Montag wird aus dem gut 33 Meter lange Stamm die längste Holzbank mit Rückenlehne der Welt geschnitzt. Foto: J. Lange

Stolberg-Zweifall. „Was das wohl wird?” fragen sich die Wanderer schon seit einigen Tagen, wenn sie im Solchbachtal das Forsthaus und das Museumssägewerk passieren, beim Blick auf den gut 33 Meter langen Baumstand, der am Wegesrand auf Holzständern aufgebockt ist.

„Die längste Holzbank mit Rückenlehne der Welt”, muss die Antwort lauten. Noch ist das unvollendete Werk nur anhand der kleinen Markierungen in dem schön gewachsenen Stamm zu erkennen, aber am Montag werden die Rundungen des Holzes bequemen Sitzflächen weichen. Dann legt Gottfried Koll, Forstwirtschaftsmeister und Ausbildungsleiter im Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde, mit seinen Lehrlingen letzte Hand an an das Projekt des Jahres.

Regelmäßig nehmen Koll und seine Lehrlinge einmal im Jahr ein besonderes Vorhaben ins Visier - quasi als besondere Krönung des Ausbildungsabschnittes, ein Highlight, das nicht alltäglich ist, Spaß macht und einen sinnvollen Zweck erfüllt.

Willkommen zum Probesitzen

Die Idee zur Holzbank ereilte das Team bei der Aufarbeitung der Orkanschäden im Staatsforst. Die schmuck gewachsene große Douglasie war eines der Opfer von Xynthia und fiel im Bereich des Roetgener Staatsforstes. Der stattliche Nadelbaum soll weiterhin eine herausragende Rolle spielen. Schließlich zählen seine Ringe stattliche 130 Jahre. Um 1880 muss die Douglasie gepflanzt worden sein und zu den ersten Beständen zählen, die aus aus Nordamerika importierten Saatgut neu gesetzt wurden - ein Jahrhundertereignis zu damaliger Zeit, das auch weiterhin Beachtung finden soll.

Doch der Blick ins Guinness-Buch stoppte die Rekord-Jagd der angehenden Forstwirte nur kurz: Eine längere Holzbank ist bereits verzeichnet. Aber es ist nur eine Holzbank. Eine Holzbank mit komfortabler Rückenlehne ist in dem Standardwerk des Außergewöhnlichen noch nicht verzeichnet. Gesagt, getan: Im Bestand wurde der Baum vorbereitet und vor einigen Tagen an den Wegesrand vor das Museumswerk transportiert.

Am Montagmorgen wird der Douglasienstamm veredelt. Dann werfen die Auszubildenden des Regionalforstamtes ihre Motorsägen an und greifen zum Schmirgelpapier. So ab 11 Uhr dürfte mit dem fertigen Ergebnis zu rechnen sein. Zaungäste sind herzlich willkommen. Insbesondere zum ersten Probesitzen, denn noch laufen die Wetten, wie viele Personen auf der dann längsten Holzbank mit Rückenlehne der Welt einen Platz finden werden.
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