Stolberg - Die „Juwelen” im Steinweg sollen bald wieder funkeln

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Die „Juwelen” im Steinweg sollen bald wieder funkeln

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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Wollen mit Stolberger Sehenswürdigkeiten für die Attraktivität des derzeit eher tristen Steinwegs werben (v.l.): Hatty Glasneck, Wolfgang Weber und Birgit Engelen. Foto: R. Flader

Stolberg. Der Steinweg liegt eher trostlos im Schatten der Burg. Leer stehende Ladenlokale reihen sich aneinander, die meisten Geschäftsleute haben längst das Weite gesucht. Von denen, die noch da sind, ist nicht bekannt, wie lange sie noch bleiben (können). Das Bild in Oberstolberg ist nicht unbedingt ein Blickfang.

Doch das soll sich nun ändern. Die Gemeinschafts Initiative Oberstolberg (GIO) will in Kooperation mit der Gesellschaft für Stadtmarketing (SMS) die nicht genutzten Geschäftsräume attraktiver gestalten. „Wir haben hier richtige Juwelen in Stolberg”, sagt Hatty Glasneck. „Nur müssen wir die Leute auch darauf aufmerksam machen.”

Die GIO-Organisatorin will zum einen potenzielle Interessenten für die Geschäftsräume im Steinweg werben, zum anderen auf die vielfältigen Sehenswürdigkeiten der Kupferstadt aufmerksam machen.

Und das soll folgendermaßen geschehen: Etwa zwei Meter große Banner, auf denen, fotografiert und graphisch ausgestaltet von der Stolberger Künstlerin Birgit Engelen, verschiedene Orte und Plätze Stolbergs abgebildet sind, werden in den Schaufenstern aufgehangen. „Um den Besuchern den Blick in den leeren Raum zu nehmen”, erklärt Glasneck.

Doch der Blick soll nicht nur auf die Stolberger Sehenswürdigkeiten, etwa den Zinkhütter Hof, die Burg oder kleine, verwinkelte Gassen gelenkt werden - auch die „kundenfreundliche Lage” (Glasneck) der Innenstadt soll hinreichend berücksichtigt werden. Dafür gibt es zusätzlich die Möglichkeit, mit kleinen Infotafeln für das Objekt zu werben.

Die ersten vier Banner hängen bereits im Steinweg, weitere Interessenten und Sponsoren, wie Unternehmen und Händler, werden gesucht. Und genau das sei gar nicht so einfach, gibt Hatty Glasneck zu: „Wir haben zwar jeden Ladenbesitzer, soweit dies möglich war, angesprochen. Doch nicht von allen haben wir bislang Rückmeldungen erhalten.” Die Kosten liegen zwischen 120 und 250 Euro pro Banner.

Von dem Doppelcharakter der Aktion sollen letztlich alle profitieren: Touristen, Geschäftsleute, der Steinweg und somit die ganze Stadt, „damit sich jeder hier wieder wohl fühlt”, hofft Glasneck.

Bewährt sich das Projekt, könnten mittelfristig weitere Banner auch entlang der Rathaus- und Salmstraße hängen. Wolfgang Weber (SMS) ist zuversichtlich: „Das Ganze ist ein kleiner finanzieller Aufwand mit einer großen kurzfristigen Wirkung.”

Auch auf die Verwaltung macht die Aktion durchaus Eindruck: Auf der stadteigenen Internetseite (www.stolberg.de) werden in Kürze die Immobilien zur Vermietung angeboten. Eigentlich ist dieser Schritt nicht üblich, denn im Netz werden grundsätzlich nur stadteigene Immobilien angegeben.

Einzige Voraussetzung für GIO und SMS: „Wir müssen mindestens 15 Ladenbesitzer finden, die sich an dem Projekt beteiligen”, sagt Hatty Glasneck, die hofft, dass die „Juwelen” im Steinweg künftig wieder richtig funkeln.
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