Die Harfe fasziniert die jungen Klassik-Fans ganz besonders

Von: Marie Luise Otten
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Die Arbeit mit Kindern hat Priorität: Susana Feige erklärt den jungen Zuhörerinnen beim Stolberger Musiksommer ihre Harfe. Foto: M. Otten

Stolberg. Wovon die Kinder im 17./18. Jahrhundert träumten, erfuhren Jung und Alt beim Kinderkonzert des diesjährigen Musiksommers im Kulturzentrum Frankental. Das Duo „Arpa Vocale” mit Sonjä Mäsing und Susana Feige, in der Vorankündigung hochgelobt, wurde seinem Ruf gerecht und wusste das auch zahlenmäßig nur kleine Publikum für sich einzunehmen.

Unter dem Titel „Kinderlieder klassischer Komponisten” luden sie die Anwesenden mit Gesang und Harfe auf eine Liederreise mit klassischen Komponisten ein. Dabei fing die Reise in der Oper „Hänsel und Gretel” an und endete mit der Christel von der Post aus dem „Vogelhändler” von Carl Zeller. Neben dem Spaziergang durch die Natur mit ihren Blumen und Tieren erlebte auch der Beruf der Spinnerin und das damit verbundene Brauchtum eine Renaissance.

Die großen und kleinen Zuhörer lauschten gespannt dem herrlichen Gesang von Sopranistin Sonja Mäsing und der gefühlvollen Harfenbegleitung durch Susana Feige. Beide Künstlerinnen bezogen durch Fragen- und Antwortspiele die Kleinen im Geschehen mit ein. Das mit den Fingern gezupfte Saiteninstrument übte eine faszinierende Wirkung auf das Publikum aus.

Mit den Leckereien und der guten Laune im Schlaraffenland hatte sich Robert Schumann musikalisch auseinander gesetzt und ein kleines Wunderwerk entstehen lassen. Das Ausruhen und Träumen auf einer Lichtung, das in dem Lied „Auf Flügeln des Gesangs” von Felix Mendelssohn-Bartholdy zum Ausdruck kam, stellte einen Gegensatz zum dem geschäftigen Leben von heute dar.

Wolfgang Amadeus Mozart hatte für seinen Freund, den Erbprinzen Friedrich von Anhalt-Dessau ein Geburtstagslied komponiert. Zwischen den Liedgesängen spielte Susana Feige auf ihrem Instrument zauberhafte Solostücke, wie den „Blumenwalzer” aus dem Nussknacker von Peter Tschaikowsky, „La source” von Alphonse Hasselmans oder „Pistache” von Bernard Andrés.

Locker und leicht entlockte sie dem Instrument mit den 46 Saiten und sieben Pedalen seine Klänge. Dass ihr die Arbeit mit Kindern besonders wichtig ist, demonstrierte sie dadurch, dass sie die Kinder auf die Bühne einlud und ihnen das Instrument erklärte.

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