Stolberg - Die Grünen verzichten auf Bürgermeisterkandidaten

Die Grünen verzichten auf Bürgermeisterkandidaten

Von: Dirk Müller
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Beim „Jahresumsturz“ der Stolberger Grünen tauschen Carsten Hecht (links), Hubert Simons und Dr. Franz Josef Ingermann (v.r.) sich in lockerer Runde unter anderem mit den SPD-Politikern Hans Kleinlein (2.v.l.) und Dieter Wolf (3.v.l.) sowie dem CDU-Ratsherr Adolf Konrads (3.v.r.) aus. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Stolberger Bündnis-90-Grünen werden ohne einen eigenen Bürgermeisterkandidaten in die Kommunalwahlen ziehen. „Wir wollen uns zunächst auf die Parteiarbeit konzentrieren“, erklärte Carsten Hecht, 2. Vorstandsprecher von Bündnis 90/Die Grünen.

Der neue Vorstand solle sich weiter einarbeiten und etablieren, die Beschäftigung mit dem Kommunalwahlprogramm vertieft werden. „Personell gut und sicher aufgestellt, werden wir 2014 wieder verstärkt grüne Themen in die Stolberger Politik einbringen“, sagte Hecht beim „Jahresumsturz“ der Partei und gab sich zuversichtlich, dass die Grünen alle Wahlbezirke mit eigenen Kandidaten und auch Koppelkandidaten besetzen können. Ob die Grünen eine Wahlempfehlung für einen Bürgermeisterkandidaten einer anderen Partei aussprechen werden, – wie bei der letzten Wahl für Ferdi Gatzweiler (SPD) geschehen, denn auch das ist noch offenen – stehe noch nicht fest. „Unsere Mitgliederversammlung Ende Januar wird entscheiden, ob wir eine Wahlempfehlung geben und, wenn ja, für wen, denn auch das ist noch offen.“

Im Übrigen gelte für die Kupferstädter Grünen „Totgesagte leben länger“, beschrieb Hecht: „Wir sind noch nicht ganz gesund, aber eindeutig auf dem Weg der Besserung“, und Kassierer Hubert Simons bestätigte den Vergleich mit Zahlen: „In 2013 standen einem Parteiaustritt drei Neuzugänge gegenüber“.

Der „Jahresumsturz“ in der Altstadtkneipe „Piano“ fand ohne die 1. Vorstandssprecherin Dina Graetz statt, da diese derzeit im Rahmen eines Praktikums in Südafrika weilt. Zum Prinzip der Veranstaltung, die eher gesellig als politisch ist, gehört es aber, dass Kommunalpolitiker aller demokratischen Fraktionen der Kupferstadt eingeladen sind. „Es ist schön, sich einmal im Jahr auf einer anderen Eben zu treffen und zu kommunizieren, sich nicht als Politiker im Ratssaal um Inhalte zu streiten, sondern sich als Menschen zu unterhalten. Wir denken, das tut auch dem politischen Miteinander gut“, meinte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Dr. Franz Josef Ingermann, bevor auch er sich dem lockeren Austausch mit Politikern von SPD und CDU widmete.

Die anregenden Gespräche im „Piano“ verstummten allerdings zwischenzeitlich. Aus zwei guten Gründen: Einerseits wurden die Münder zeitweise zum Speisen benötigt, andererseits erhielt die Kupferstädter Kult-Combo schlechthin gebührende Aufmerksamkeit, als die Altstadtmusikanten die Bühne betraten und mit Können, Spielfreude und einer gehörigen Portion Humor die zahlreichen Gäste des „Jahresumsturzes“ der Stolberger Grünen glänzend unterhielten.

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