Stolberg-Gressenich - Die Gressenicher sollen jetzt ihren Markt planen

Die Gressenicher sollen jetzt ihren Markt planen

Von: -jül-
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Diese große Fläche werden die Karnevalisten wohl nicht mehr mit einem ausverkauften Festzelt füllen können. Unter Aufrechterhaltung seiner Funktion als Parkplatz soll der Gressenicher Markt mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Die CDU sieht die Gressenicher selbst gefordert, ihr Dorfzentrum zu planen. Foto: J. Lange

Stolberg-Gressenich. Der Tante-Emma-Laden an der einen Ecke ist schon längst geschlossen. Der kleine Springbrunnen an der gegenüberliegenden Ecke ist seit Jahrzehnten mit Rasen gefüllt. An der Rückseite macht der Spielplatz einen versteckten, aber ordentlichen Eindruck. Und die Zeiten, in denen Vieh auf dem Marktplatz in Gressenich gehandelt wurde, gehören einer völlig anderen Ära an.

Bis vor wenigen Jahren füllten noch die Fidelen Bessemskriemer mit einem großen und gut besuchten Festzelt für wenige Tage während der Karnevalszeit den großen zentralen Platz des Ortes neben der alten Schule. Doch selbst diese Ereignisse sind Teil der Geschichte geworden.

In erster Linie als Parkplatz genutzt wird der Markt. An wenigen Tagen im Monat machen Jugendbus, Grünschnitt-Container und Schadstoffmobil Station auf dem Schotter- und Asphaltstreifen. Ansonsten ist der Gressenicher Markt „nur trist, öd und leer“, sagt Marc Delzepich. „Dabei müsste der Markt eigentlich ein Aushängeschild des Ortes sein“, findet der Ratsvertreter der CDU. Deren Ortsverband hat jetzt den Vorstoß gemacht, eine Neugestaltung des Marktplatzes zu erarbeiten und umzusetzen.

„Dabei sind natürlich in erster Linie die Gressenicher selbst gefordert“, sagt Axel Wirtz, Gressenicher und Landtagsabgeordneter. Wie in anderen Dörfern der Kupferstadt auch soll eine sogenannte Planungswerkstatt den Rahmen bilden, damit die Bürger Vorschläge zu einer Gestaltung einbringen können. „Einer liegt bereits vor“, so Delzepich. Ein angrenzender Gastronomiebetrieb hat Interesse an einer Außengastronomie bekundet.

Aber der Markt sollte sicherlich auch seine derzeitigen Funktionen nicht verlieren. Es soll weiter geparkt werden können, meint der Gressenicher. Die Beziehung als Diagonale zwischen den beiden Senioreneinrichtungen sollte betont werden. Der Spielplatz könnte vielleicht hinter seiner Hecke hervorgeholt werden. „Aber auf jeden Fall soll der Platz zu einem Ort der Begegnung werden“, hofft Delzepich.

Hinter den Kulissen haben die Christdemokraten bereits sondiert. Eine entsprechende Planung kann Grundlage für eine EU-Förderung durch das Leader-Projekt Eifel sein. Ebenso wollen die Gressenicher eine Gestaltung des Bereiches Elle/Poststraße nicht aus den Augen verlieren. Und eine Aufwertung der Dorfkerne neben den Projekten in der Innenstadt stehe auf der Agenda der großen Koalition im Rathaus.

„In jedem Fall müssen wir jetzt damit beginnen, die Grundlagen zu legen, damit wir mittelfristig unser Dorf aufwerten können“, betonen Wirtz und Delzepich. Der Hauptausschuss wird voraussichtlich auf seiner Sitzung am 10. Mai über die Weiterbearbeitung des Antrages entscheiden.

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