„Die gefangenen Seelen”: Günter Krieger stellt neuen Roman vor

Von: Dirk Müller
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Autor Günter Krieger (links)
Autor Günter Krieger (links) und Verleger Michael Kuhn haben jetzt in Stolberg den neuen Roman „Die gefangenen Seelen” vorgestellt. Das nächste Projekt ist bereits in Arbeit. Foto: D. Müller

Stolberg. Im Jahre des Herrn 1312 beginnt die Handlung - wie so oft in den historischen Romanen von Günter Krieger - in dem beschaulichen Bauerndorf Merode. Nachdem die beschlossene Heirat mit ihrer großen Liebe Falk durch eine heimtückische Intrige ihrer Cousine Magda verhindert wurde, kehrt die junge Eva Merode jedoch den Rücken zu und schließt sich Meister Eckhart von Hochheim an.

Sie steht dem Theologen, Philosophen und Mystiker als Jüngerin zur Seite und führt ein bewegtes Leben, das manchen Schicksalsschlag bereithält. Als Eva und Falk sich 24 Jahre - und mehr als 400 Seiten - später wiederbegegnen, zeigt sich, ob die gegenseitige Liebe die Zeit und die Erlebnisse der beiden überdauern konnte...

„Die gefangenen Seelen” bietet Action, Romantik und Abenteuer in typischer Manier des Schriftstellers Günter Krieger. In seinem inzwischen 16. Roman bleibt Krieger sich treu und bettet die fiktive Handlung seines Buches in den historischen Kontext des Mittelalters ein: Erdachte Figuren wie Eva, ihre Eltern Nikolaus und Agnes, Falk oder der Recke Kasimir treffen auf real existierende Personen der Zeit, zum Beispiel Eckhart von Hochheim, Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne, Balduin von Luxemburg und Papst Johannes XXII. oder Johann, den Herrn von Merode.

Typisch für Kriegers Bücher ist auch das regionale Flair, wobei das aktuelle Mittelalter-Epos aus dem Rheinland zudem weitere Schauplätze bietet.

Paris und das päpstliche Avignon sind ebenfalls Stationen der packenden Romanhandlung. „Meinen Sommerurlaub habe ich in der Provence verbracht, um die Topographie selbst zu erleben. Im Papstpalast zu Avignon hatte ich dabei das Glück, in den Genuss einer privaten Führung zu kommen und sogar die Sakristeien sehen zu dürfen”, berichtet Krieger. Mit „Die gefangenen Seelen” feiert der Dürener Autor eine Premiere, denn erstmalig erscheint einer seiner Romane im Aachener Ammianus-Verlag. „Die Zusammenarbeit passt thematisch und geografisch sehr gut und ist für mich eine wunderbare Ergänzung zu anderen Verlagspartnern wie Grenz-Echo”, sagt Krieger.

Verleger Michael Kuhn, Autor der Historienromane um den römischen Legionär Marcus oder den Merowinger Marcellus, begrüßt es seinerseits, Krieger im Programm zu haben: „Das aktuelle Buch ist toll, es führt unsere Leser mit seiner fesselnden Geschichte von der Voreifel in die Metropolen des europäischen Mittelalters und zurück. Außerdem freue ich mich schon besonders auf das neue Projekt von Günter Krieger.” Dieser lässt sich bei der Vorstellung von „Die gefangenen Seelen” in Stolberg überreden, aus dem Nähkästchen zu plaudern.

Der Vielschreiber Krieger plant, schon im kommenden Frühjahr den ersten Teil einer neuen Trilogie zu veröffentlichen.

„Die Visionärin” wie die beiden Folgeromane sollen sich dabei einem speziellen Thema widmen: „Es geht quasi um das ,Atlantis unserer Region, die sagenhafte Stadt ,Gression”, erklärt Krieger. In uralter Zeit soll „Gression” eine Stadt von so gewaltiger Größe gewesen sein, dass sie damals mit keiner anderen Stadt verglichen werden konnte.

Das Verbreitungsgebiet der Sage erstreckt sich auf den Großraum Aachen-Köln, die Ursache des Untergangs von „Gression” ist unklar - die Theorien reichen von feindlicher Zerstörung bis hin zu verschiedenen Naturkatastrophen. Das geografische Zentrum von „Gression” wird in den meisten Quellen im Stolberger Stadtgebiet gesehen - genauer gesagt: in Gressenich.
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