Die Fleischerei will in Zweifall investieren

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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In dem links an das alte Gerätehaus der Feuerwehr angebauten Schuppen sollen eine Toilettenanlage sowie eine Küchenzeile eingebaut werden, die von den Vereinen bei Festivitäten genutzt werden können. Foto: J. Lange

Stolberg-Zweifall. Eigentlich sollte das alte Gerätehaus der Zweifaller Feuerwehr den Plänen zur Neugestaltung des Dorfkerns im Huck geopfert werden. Nachdem die freiwilligen Helfer ihr neues Domizil am Ortseingang bezogen haben, ist das historische Gebäude nicht mehr für feuerwehrtechnische Angelegenheiten erforderlich.

Geliebäugelt haben Zweifaller Bürger zwar mit einer Sanierung oder einem Neubau, um ein kleines Bürgerhaus zu schaffen und eine Toilettenanlage bei Festivitäten auf dem Platz zur Hand zu haben. Jedoch fehlt es bislang an Finanzierungsmöglichkeiten und einer Aussicht auf eine dauerhafte Unterhaltung durch die Bürger. Ein Abriss zeichnete sich ab.

Doch nun kann das markante Gebäude nicht nur erhalten, sondern auch das Vereinsleben im Dorf unterstützt werden. Die ortsansässige Fleischerei möchte das Ensemble von der Stadt erwerben. Das bestätigt Tobias Röhm. Heute soll „der Hauptausschuss in nicht öffentlicher Sitzung über den Verkauf befinden“, erklärt der Technische Beigeordnete auf Anfrage unserer Zeitung.

Demnach soll das Gebäude für betriebliche Zwecke der Metzgerei mit dem samstags geöffneten Ladenlokal an der Jägerhausstraße genutzt werden. Garage, Lagerhalle und Kühlzelle sind vorgesehen. Die derzeitige Raumsituation der Metzgerei lasse eine betriebliche Entwicklung nicht zu. „Wir haben als Stadt ein großes Interesse daran, den Betrieb in der Zweifaller Ortsmitte dauerhaft zu halten“, betont Röhm.

Erhalten bleiben soll auch der seitlich an das Gerätehaus angebaute Schuppen. Dort möchte der Investor die von den Zweifallern erhofften Toilettenanlage sowie eine Küchenzeile auf eigene Kosten bereitstellen, die den Vereinen bei ihren Festivitäten im Huck oder auf dem alten Schulhof gebührenfrei bereitgestellt werden sollen.

Diese Entwicklung hat Folgen für die bisherigen Pläne zur Neugestaltung des Hucks: Es entfallen Parkplätze – in erster Linie drei zusätzliche, die bei einem Abriss des Gerätehauses hätten angelegt werden können. Zudem zwei weitere Stellplätze, die vor der linken Toreinfahrt gestaltet worden wären. Mit dem Verkauf und Erhalt des Gerätehauses muss auf diese Parkmöglichkeiten verzichtet werden. Allerdings kann ein neuer Parkplatz an anderer Stelle geschaffen werden. Zudem entfallen ein paar Quadratmeter Grünanlage, die anstelle des Schuppens angelegt worden wäre.

Eine Zustimmung des Hauptausschusses zu dem Kaufangebot gilt als sicher. Stolberg profitiere in mehrfacher Hinsicht. Neben den Einnahmen aus dem Verkauf spart die Stadt die Ausgaben für den Abriss des Gerätehauses und die Herrichtung der Platzfläche. Alleine die Neugestaltung der 110 Quadratmeter werden von der Verwaltung mit rund 70.000 Euro kalkuliert. Zudem profitiere das Dorfleben von der neuen Infrastruktur ebenso wie von dem Erhalt der Nahversorgung im Ortskern.

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