Stolberg - Die „extrawurst“: Ein Magazin von Stolbergern für Stolberger

Die „extrawurst“: Ein Magazin von Stolbergern für Stolberger

Von: Doris Kinkel-Schlachter
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Ein Teil des „extrawurst“-Teams: André Schröder, Saskia Engelhardt, Alina Meuser und Dana Dix (v.l.) mit der aktuellen Ausgabe ihres Jugendmagazins. Das nächste Heft ist bereits in Planung. Foto: D. Kinkel-Schlachter
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„extrawurst“-Mitarbeiter und Jugendparlamentarier bei der Stadtparty: 150 Jugendliche haben am Gewinnspiel teilgenommen.

Stolberg. Extrawurst gefällig? Wer etwas Besonderes möchte, sollte mal einen Blick in die „extrawurst“ werfen. Das Magazin liegt kostenlos an mehreren Stellen in Stolberg aus, wird von Jugendlichen für Jugendliche gemacht und greift viele Themen auf, die vor allem junge Menschen in Stolberg interessieren.

In der aktuellen Ausgabe heißt das Titelthema „klein gegen groß – wir haben ‚kleine‘ Ketten gegen große Konkurrenten antreten lassen“. Alina und André, Dana und Franzi haben die Geschichte aufgegriffen und sich im Stolberger Burgcenter sowie in den Aachen Arkaden umgesehen. Alinas Fazit: „Stolberg? Ja gerne! Aber nicht für alles. Im Endeffekt reicht das Burg Center aus. Wenn es nicht unbedingt ein Pullover von Bench sein muss, kann man dort alles Nötige kaufen“, sagt die 16-Jährige.

Franziska möchte eine neue Jeans kaufen. Dafür vergleicht sie Victor im Steinweg und Lust for Life in der Kaiserstadt. Franzis Fazit: „Victor in Stolberg bietet mir alles, was ich brauche... Eigentlich ist der Weg in die Aachener Innenstadt unnötig. Markenware zu handelsüblichen Preisen bekommt man in beiden Kaufhäusern.“

Immer wieder widmet sich das junge Team der „extrawurst“ der einen Frage: Was kann Stolberg uns bieten? „Wir beschränken uns hauptsächlich auf Stolberg“, sagt Dana, „aber natürlich schauen wir auch über den Tellerrand hinaus“, ergänzt Saskia. Dann schreiben die Nachwuchs-Redakteure zum Beispiel über die Gamescom, die weltweit größte Messe für interaktive Unterhaltungselektronik, insbesondere Video- und Computerspiele, die jährlich in Köln stattfindet. Ebenso ein wichtiges Thema in einer der letzten Ausgaben war das soziale Netzwerk „Facebook“ für das Team, das aus Mädchen und Jungen im Alter von 15 bis 21 Jahren besteht.

Wenn es darum geht, Restaurants unter die Lupe zu nehmen oder Schulen im Wandel zu beleuchten, dann ziehen Schreiber und Fotografen allerdings wieder durch ihre Stadt an der Vicht.

„Die Idee für die extrawurst stammt ursprünglich aus dem Jugendparlament, in dem einige von uns Mitglied sind oder es zumindest waren“, erinnert sich Dana an die Anfänge des Jugendmagazins. „Wir haben da vor drei Jahren drüber nachgedacht, das war erst eine Schnapsidee“, weiß Saskia.

Aus einer Idee folgten schnell Taten, die Gruppe nahm an einem Workshop der Jungen Presse teil. In ihrem Seminar vermittelten die Leiter journalistische Kenntnisse an die Stolberger und informierten über grundlegende Fragen wie Aufbau, Finanzierung, Organisation und rechtliche Fragen zur Gründung eines Magazins.

Die erste Ausgabe erschien im März 2012, „und wir hatten anfangs super viele Ideen fürs Heft, von denen wir heute noch zehren“.

Mittlerweile ist Ausgabe fünf des zweiten Jahrgangs erschienen, „und wir arbeiten natürlich schon an der nächsten. Grundsätzlich bringen wir vierteljährlich ein neues Magazin raus“, sagt Dana. Das Redaktionsteam ist nicht mehr das gleiche wie am Anfang, „gerade sind wir für unsere Verhältnisse mit acht, neun Leuten schon recht viele. Das Schöne daran ist, dass wir die Aufgabenbereiche so besser vereilen können.“

Die „extrawurst“ ist kostenlos und finanziert sich über Anzeigen. „Wir müssen aktiv sein, auf Leute zu- und in Läden reingehen“, berichtet Saskia vom harten Brot der Anzeigenakquise. Die Arbeit zahle sich allerdings in vielerlei Hinsicht aus, wie Alina berichtet: „Bei der Stadtparty waren wir mit dem Jugendparlament auf einem Stand vertreten, und da sind unseren neuen Ausgaben weggegangen wie warme Semmeln. Wir musste noch welche holen!“ Beim Gewinnspiel der „extrawurst“, bei dem es Kinogutscheine gab, hatten 150 Jugendliche teilgenommen.

„Wie immer sind wir auf der Suche nach neuen Mitarbeitern, gerade weil einige von uns Abitur gemacht haben und nicht hier bleiben oder eben nicht mehr so viel Zeit für das Magazin aufwenden können. Wir machen das ja schließlich alle nebenbei, ohne dass wir etwas daran verdienen oder ähnliches“, appelliert Dana an interessierte Jugendliche, sich beim Team zu melden.

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