Die ersten drei Ehrenamtskarten für Stolberger

Von: Dirk Müller
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Marliese Graulich, Axel Stockem (3.v.l.) und Karl Schäfer (4.v.l.) erhalten von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, Fachbereichsleiter Willi Seyffarth (2.v.r.) und Peter Bock vom Senioren-Infocenter (rechts) die ersten Stolberger Ehrenamtskarten als Dank und Anerkennung für ihr Engagement. Foto: D. Müller

Stolberg. Die in der Kupferstadt neu eingeführte Ehrenamtskarte hat jetzt ein Gesicht. Oder besser gesagt: gleich drei Gesichter. Marliese Graulich, Axel Stockem und Karl Schäfer sind die ersten Stolberger, die von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die Ehrenamtskarte überreicht bekommen haben.

„Durch bürgerschaftliches Engagement wird Menschen in allen Facetten des gesellschaftlichen Lebens geholfen. Mit der Ehrenamtskarte erreicht die Dokumentation der Würdigung dieses Einsatzes jetzt eine neue Qualität“, betonte Gatzweiler. 184 Kommunen in NRW haben bereits diese Karte, und in allen gelten die damit verbundenen Vergünstigungen.

Rabatte und Sonderkonditionen

In Stolberg sind es zum Beispiel Rabatte oder Sonderkonditionen, die von Vereinen und Unternehmen für die Inhaber der Ehrenamtskarte eingeräumt werden. 15 Vorteile gewährende Teilnehmer stehen bisher auf der Liste, und er sei guter Dinge, dass es bald noch mehr werden (siehe Infokasten), sagte Paul Schäfermeier, der im Senioren-Infocenter wie Peter Bock mit der „Ehrensache“ betraut ist. Außerdem genießen die Karteninhaber zahlreiche Ermäßigungen in städtischen Einrichtungen wie dem Hallenbad, der Stadtbücherei und der Volkshochschule sowie Vergünstigungen bei einigen Verwaltungsgebühren. „Es freut mich, dass der vorgeschlagene Wunschkatalog tatsächlich komplett umgesetzt worden ist“, erklärte Schäfermeier zu der breiten Palette.

Der Bürgermeister erläuterte, die Vorteile durch die Ehrenamtskarte seien für die freiwillig Engagierten jedoch nicht der Hauptantrieb für ihren bürgerschaftlichen Einsatz: „Ehrenamtler sind ja keine Schnäppchenjäger. Dennoch ist es schön, dass wir nun ganz konkret Danke sagen können.“

Etwa bei Marliese Graulich, die seit elf Jahren bei der Stolberger Tafel aktiv ist. Sie nimmt dort Lebensmittel an, sortiert sie und gibt sie aus. Dabei ist sie auch Ansprechpartner, ein Mensch, mit dem man ins Gespräch kommen kann, der zuhört. „Jeder Kunde hat seine eigene Geschichte“, beschrieb sie bei der Verleihung der Ehrenamtskarte, die sie sich redlich verdient hat: Jeden Dienstag und Donnerstag packt sie mit an, jeweils für fünf Stunden, manchmal auch länger.

Rentnern und Menschen mit Behinderung hilft Axel Stockem. Er ist seit zwölf Jahren im 691 Mitglieder zählendem Vichter Ortsverein des Sozialverbands VdK aktiv. „Wir besuchen alte und kranke Menschen nicht nur an ihren Geburtstagen zu Hause, sondern auch, um ihnen bei Antragsstellungen zum Beispiel für einen Behindertenausweis oder -parkplatz zu helfen“, führte Stockem aus.

Karl Schäfer leitet seit 2001 den Städtischen Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg. Zu den Proben und der Notenarbeit kommen organisatorische Aufgaben, so dass der 56-Jährige acht bis zehn Stunden wöchentlich ehrenamtlich tätig ist. „Unser Blasorchester vereint 25 Musiker im Alter von 22 bis 89 Jahren“, sagte Schäfer, der seinen Stolz auf die starke Kameradschaft in dem Musikzug äußerte.

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