Die eigenen vier Wände bestmöglich vor Dieben schützen

Von: mlo
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Kommissar Norbert Winkler, Hans Boltz und Kommissar Manfred Beier (v.l.) freuten sich über das Interesse der Stolberger an der Veranstaltung „Einbruchschutz und Verhaltensprävention“. Foto: Marie-Luise Otten

Stolberg. Zum Thema „Einbruchschutz und Verhaltensprävention“ hatte die Kolpingfamilie Stolberg Manfred Beier und Norbert Winkler vom Kriminalkommissariat 44 in Aachen eingeladen. Die beiden Kommissare informierten im Rolandshaus circa 20 interessierte Stolberger Bürger über Wohnungseinbrüche und gaben wertvolle Tipps für mehr Sicherheit im jeweiligen Wohngebiet.

Während Norbert Winkler über das „Wann“ und „Wie aufgebrochen wird“ sowie über mögliche Sicherheitstechniken berichtete, ging es seinem Kollegen mehr um das richtige Verhalten, die Prävention, denn die emotionale Belastung führten bei den Opfern zu teilweise erheblichen psychischen Folgen und seien nach einem Diebstahl weit größer als der materielle Schaden.

Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung, dass Täter vorwiegend nachts ihre kriminellen Aktivitäten nutzen, werden die meisten Einbrüche jedoch am Tag verübt. Das gilt besonders in der „dunklen Jahreszeit“ und hier bei Beginn der Dämmerung.

Geprüfte einbruchhemmende Türen und Fenster nach DIN-Norm verhindern den vom Täter meist gewollten schnellen Zugang zum Objekt und schrecken ihn oftmals ab, so Norbert Winkler, denn je länger der Täter für sein Ziel arbeiten muss, um so größer die Gefahr, dass er hierbei ertappt wird.

Immerhin bleiben nicht zuletzt durch die eingesetzte Sicherheitstechnik mehr als vierzig Prozent der Einbrüche im Versuch stecken. Wer unsicher sei, der könne sich bei der Abteilung Kriminalprävention objektiv, gebührenfrei und unverbindlich beraten lassen. Auch einfache technische Maßnahmen, die jeder selbst in Angriff nehmen kann, reduzieren das Einbruchsrisiko erheblich, wie die Haustüre abzuschließen, auch wenn man das Haus nur für kurze Zeit verlässt, den Schlüssel niemals draußen verstecken oder keine Hinweise auf Abwesenheit geben.

Gartengeräte wegschließen

Gekippte Fenster- und Terrassentüren sind geradezu eine Einladung für Einbrecher und auch Kletterhilfen wie Leitern, Gartenmöbel oder Mülltonnen sollten weggeschlossen oder fixiert werden. Da war vom Installieren einer Zeitschaltuhr für die Innenbeleuchtung die Rede, von Bewegungsmeldern im Garten und von Wertsachen, die in den Tresor gehören, und nicht überall herum liegen sollen.

Ein weiterer Schutz gegen Einbrecher ist eine aufmerksame Nachbarschaft, der es nicht um Schnüffeln und Spionieren gehe, sondern um die Mitverantwortung für das Wohl ihrer Nachbarn. Die Polizei kann nicht überall sein, aber ein Nachbar ist meistens in der Nähe und kann helfen Einbrecher, Diebe oder Trickbetrüger dingfest zu machen.

„Das Heim mit den Augen eines Einbrechers zu betrachten, helfe gegen Einbruchdiebstahl“, so Kommissar Manfred Beier, „und lieber einmal zu viel bei der Polizei anrufen, wenn das Bauchgefühl sagt, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist, zum Beispiel bei dunklen Gestalten oder verdächtigen Fahrzeugen.“

Broschüren über „Ungebetene Gäste, „Riegel vor!“ oder zum Thema „Nachbarschaftshilfe“ lagen zum Mitnehmen bereit. Hans Boltz von der Kolpingfamilie bedankte sich bei den beiden Experten für die Empfehlungen für mehr Sicherheit in Haus und Hof.

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