Die E-Gitarre steht ganz hoch im Kurs beim Nachwuchs

Von: Dirk Müller
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Die jungen Musiker präsentierten in unterschiedlichen Formationen ihr Können beim Rockkonzert im Kulturzentrum Frankental. Foto: D. Müller

Stolberg. Dass aller Anfang nicht unbedingt schwer sein muss, sondern durchaus laut sein kann, bewiesen am Samstag Schüler der Musikschule Merz, die zu einem Rock-Konzert eingeladen hatten.

Als Mitglieder des Bandprojekts unter der Leitung von Urban Elsässer erfüllten die Nachwuchsinstrumentalisten und -sänger das Kulturzentrum Frankental mit diversen Varianten von Rockmusik.

Brachial bis fein, melodisch und dynamisch präsentierten über 20 junge Musiker ihr Können, was vom Publikum mit lautstarkem Applaus und rhythmischem Klatschen während der Lieder quittiert wurde.

Griffe gegen das Lampenfieber

In wechselnden Formationen bestritten viele der Schüler ihr erstes Livekonzert - und das gleich auf der großen Bühne des Kulturzentrums. Doch gegen Lampenfieber half der beherzte Griff in die Gitarrensaiten, da die E-Gitarre das favorisierte Instrument der angehenden Rockmusiker ist. Eine Ausnahme war zum Beispiel die Keyboarderin Sophie Kuhlmann, die erst seit zwei Tagen an dem Bandprojekt der Musikschule teilnahm, sich aber nicht scheute, bei zwei Songs die Klaviatur zu bedienen.

Rockmusik-Klassiker wie Neil Youngs „Heart of Gold” oder Bob Dylans „Knocking on Heavens´ Door”, für das Gitarrenlehrer Elsässer selbst zum Mikrofon griff, waren in dem zweistündigen Programm in der Minderheit, da die Schüler hauptsächlich ihre Lieblingssongs mutig zu Gehör brachten. So ging es richtig los mit Rammstein und Songs von „Linkin Park”, „Sum 41” sowie den „Red Hot Chili Peppers”. Bei einem rockigen Arrangement von Rihannas Hit „Umbrella” behauptete Sängerin Hannah Pohlen sich tapfer gegen Bass, Schlagzeug und drei Gitarren. Covern - also das Nachspielen von Liedern - sei aber eigentlich langweilig, flachste Elsässer und leitete damit gleichsam zu Eigenkompositionen der jungen Musiker über.

Technische Präzision

Gemeinsam mit Colin Hahn intonierte Max Laschet, der erst seit einem halben Jahr Gitarre spielt, ein beeindruckendes, selbst geschriebenes Instrumentalstück, bevor die beiden die Bühne für die „Metall-Band” freigaben. Das Trio um Alena Thören hatte sich vor kurzem aus den Reihen der Musikschule Merz gegründet und überzeugte durch Spielfreude und technische Präzision ebenfalls mit eigenen instrumentalen Songs.

Die anschließend auftretende „Aachen Gang” hatte sowohl Coversongs als auch selbst komponierte Lieder im Gepäck und zeigte auf, wie harmonisch eine Band klingt, die schon längere Zeit zusammen musiziert. Bei dem großen Finale des Rock-Konzerts - „You shook me all night long” von „AC/DC” - bereiteten zu Gesang, Schlagzeug und Bass gleich sechs E-Gitarren den lange anhaltenden Schlussapplaus des Publikum vor.

Die Mitwirkenden des Rock-Konzerts:

Max Laschet, Colin Hahn, Sophie Kuhlmann, Philipp Siering, Alena Thören, Tim Grytz, Michael Menniken, Miriam Menniken, Anton Evertz, Philipp Jansen, Hannah Pohlen, Fabio Deuster, Sebastian Schmitz, Sascha Keutgen, Lukas Ott, Lars Hautfast, Fabian Schön, Janiak Willms und die „Aachen Gang” unter der Leitung von Malte Wilms. Musikalische Gesamtleitung: Urban Elsässer.

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