Die beste Museumsnacht seit zehn Jahren

Von: Dirk Müller
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Großer Andrang: Die zehnte Museumsnacht in Stolberg haben insgesamt mehr als 2000 Menschen besucht. Foto: D. Müller

Stolberg. Es ist eindeutig ein mehr als würdiges Jubiläum gewesen: Mehr als 2000 Menschen waren unterwegs, um die zehnte Kupferstädter Museumsnacht zu genießen, und das Erfolgsmodell sowie die Stolberger Altstadt zeigten sich von ihrer besten Seite.

Pünktlich um 19 Uhr bildeten sich die ersten Schlangen, etwa vor dem Museum Zinkhütter Hof oder dem Kupferhof Rosental, während die ersten Besucher das Areal rund um die Burg bevölkerten. Dort lockten das Museum in der Torburg, der Kunsthandwerkerhof Rose, die Pfadfinderräume und natürlich die Burg selbst mit zahlreichen Ausstellungen und Aktionen.

Im Zehn- bis Fünfzehnminutentakt brachten die fünf im Einsatz befindlichen Kleinbusse an drei Haltestellen Besucher zu den Museen, Ausstellungs- und Aktionsorten und nahmen neue Fahrgäste auf. Interessierte aus allen Stadtteilen Stolbergs sowie der Städteregion und den Kreisen Düren und Heinsberg erfreuten sich an pittoresken Altstadt, der historischen Burg, dem eindrucksvollen Industriemuseum Zinkhütter Hof und dem feudalen Kupferhof Rosental, dessen Außenbereich erstmalig ebenfalls mit Kunst, Kulinarischem und Kunsthandwerk bestückt war.

Vielfältige Livemusik, Kabarett, Tanz, Feuershows, Ritterspektakel und mehr komplettierten das Angebot, das bei der zehnten Auflage der Museumsnacht wohl größer denn je war. Dies begeisterte auch die zahlreichen auswärtigen Gäste. Unter ihnen waren Gabriele Vöhse und Johannes Walter aus dem Baden-Württembergischen Mannheim. Für die Beiden habe sich der rund 300 Kilometer weite Weg in die Kupferstadt gelohnt, erklärten sie unisono.

„Es gefällt uns wirklich sehr gut. Die verschiedenen Angebote sind toll und das Ambiente ist großartig“, beschrieb Walter. Vöhse ergänzt, bereits bei vielen Nächten der Museen dabei gewesen zu sein, unter anderem in Heidelberg und in Mannheim. „Aber hier ist es uriger vor allem wegen der schönen kleinen Altstadt“, schwärmte Vöhsen bei einem Zwischenstopp im Kunsthandwerkerhof am Alter Markt. Eines habe sie an der Kupferstadt besonders verwundert: „Ich finde es wirklich verblüffend, wie viele wunderschöne Standesämter es in Stolberg gibt.“

Doch während der Museumsnacht wurde im Zinkhütter Hof, in der Burg und im Kupferhof Rosental nicht „ja“ zur Ehe gesagt, sondern wie an den weiteren Stationen auch zu anderen schönen Dingen des Lebens aus den Bereichen Kunst, Musik und Kultur. Rund vier Stunden nach Beginn der Großveranstaltung kristallisierte sich das Museumsquartier an der Cockerillstraße als „Epizentrum“ des langen Abends heraus, da im Zinkhütter Hof die finale Party stattfand.

Gegen 23 Uhr nahm dort Jupp „The Voice“ Ebert das Mikrofon in die Hand, um mit den „RTL Allstars“ einen Joe-Cocker-Tribut zu präsentieren, der die dicht gedrängt stehenden Massen restlos begeisterte. Bei „could you be loved“ sang Ebert mitten im Publikum, suchte das Bad in der Menge. Davon hatte Petra Grüttemeier, Organisatorin der Jubiläums-Museumsnacht zuvor bereits ausgiebig gekostet – das Finale war der Moment für sie, an dem sie zum ersten Mal seit Wochen befreit aufatmen konnte.

Und ein erstes Fazit ziehen: „Es war, glaube ich, die beste Stolberger Museumsnacht mit tollen Ausstellern und Programmen an allen Orten.“ Während Ebert mit der Band den grandiosen Klassiker „up where we belong“ anstimmte, lobte Grüttemeier auch die Besucher aus vollem Herzen: „Das Publikum ist super, und für mich ist es einfach fantastisch, wenn die Menschen die Museumsnacht genießen und mir sagen: ,Danke es ist sehr schön.‘ Das ist heute schon oft passiert und macht mich glücklich.“ Ebenfalls gefreut haben dürfte die Museumspädagogin, dass zum Beispiel die Geschichtswerkstatt im Forum des Zinkhütter Hofs so gut frequentiert war.

„Die wollten wir eigentlich um 22 Uhr schließen, aber daran war gar nicht zu denken. Das Interesse war einfach zu groß“, beschrieb Grüttemeier. Nach „with a little Help from my Friends“ und „Chain of Fools“ intonierten Ebert und die „RTL-Allstars“ die letzte Zugabe. „N‘oubliez jamais“ erklang eindrucksvoll, und die meisten Gäste der Museumsnacht werden diesen gelungen langen Abend wohl wirklich nicht vergessen.

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