Die Band „Leichtmatrose“ begeisterte in der Stolberger Kneipe „En de Kess“

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Die Band „Leichtmatrose“ konnte ihre Fans in Stolberg mit melancholischen Erzählungen in Form von romantischen Elektro-Chansons begeistern. Foto: G. Janßen

Stolberg. Welch eine Stimmung: Mit einer fast anderthalbstündigen Show begeisterte „Leichtmatrose“ rund 80 Besucher im Saal von Stolbergs Gaststätte „En de Kess“.

„Leichtmatrose“ heißt das Elektro-Pop Projekt des Münsteraners, Andreas Stitz, der vom Altmeister der Neuen Deutschen Welle (NDW), Joachim Witt, entdeckt wurde. Mit diesem war er auch 2015 bis 2016 noch als Vorband auf Tour gegangen, und auch die Single „Hier drüben im Graben“ aus dem aktuellen Album wurde mit ihm eingesungen.

Begleitet durch eine Lesung von Klaus Kinski „Die Lästerzungen“ von Villon betraten die Bandmitglieder Thomas Fest (Keyboard), Ben Miller (Gitarre) und Tom Günzel (Schlagzeug) nacheinander die Bühne und nahmen ihren Platz ein. Als letztes Bandmitglied erschien der „Leichtmatrose“ Andreas Stitz aus Münster auf der Bühne und stimmte den ersten Song aus seinem 2015 erschienenen 2. Album „Du, ich und die andern“, den „Dalai Lama“ an.

Der Saal der Gaststätte „En de Kess“ bebte, und das Publikum nahm mit den Leichtmatrosen die Fahrt auf eine Reise durch melancholische Erzählungen in Form dunkler, romantischer Elektro-Chansons auf. Songs wie „Adieu Marie“, „Sternenstaub“ oder „Studentenfutter“ aus dem Album „Gestrandet“ wurden präsentiert und fanden Begeisterung.

In Eigenregie

Da es der Geburtstag seiner Mutter war, die zusammen mit seinem Vater dieses Konzert in Eigenregie organisierte, dachte der zwölfjährige Luke Dustin sich etwas ganz Besonderes aus. Plötzlich legte der Gitarrist Ben Miller seine Gitarre nieder und verweigerte seinen Dienst, und Luke Dustin trat in Action.

Er betrat die Bühne; ein Raunen und Murmeln ging durch das Publikum; Luke stattete sich mit einer E-Gitarre aus und nach einer Ansage durch Andreas Stitz stimmten sie den Song „Jonny fand bei den Sternen sein Glück“ an, der dieses Mal von einem Zwölfjährigen an der Gitarre mit Bravour gemeistert wurde.

Ben Miller nahm seinen Dienst ebenfalls wieder auf – dieses Mal am Bass. Mit dem als Überraschungsgast eingeladenen Ex-Gitarristen von „Leichtmatrose“, Hilton Theissen, wurde die halbstündige Zugabe mit dem nochmals aufgeführten Stück „Jonny fand bei den Sternen sein Glück“ beendet.

Die Band erntete nach jedem Song tosenden Applaus. Und auch der Plan der Organisatorenfamilie ist somit aufgegangen. Das Konzert, organisiert von Fans für Fans und zur Gewinnung neuer Fans, hat funktioniert. Denn auch Gäste, die ohne jegliche Vorahnung in dieses Konzert gegangen sind, gingen als Fans mit Matrosen-Shirts bepackt wieder nach Hause.

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