Die alte Prämienstraße soll nun endlich saniert werden

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:
11092542.jpg
Den Neubau der Prämienstraße zwischen Mauerstraße und Jugendheim plant die Stadtverwaltung für nächstes Jahr. Foto: J. Lange

Stolberg. Immer wieder haben sie sich beschwert, bei der Stadt ebenso wie in unserer Redaktion: Der Zustand der alten Prämienstraße ist weit entfernt den man von Vorstellungen einer verkehrstüchtigen Fahrbahn allgemein hat. Doch die Münsterbuscher mussten sich in Geduld üben.

Seit Ewigkeiten ist der Abschnitt zwischen der unteren Mauerstraße und dem Jugendheim ein Bestandteil der Prioritätenliste des Tiefbauamtes.

Splissstücke bleiben wie sie sind

Bereits 2008 hatte die Verwaltung schon einmal eine Planung für eine Erneuerung erstellt, aber mangelnde Finanzen angesichts der wirtschaftlichen Lage einerseits und andererseits die Weigerung von Eigentümern, ihre den Grundstücken vorgelagerte Splissparzellen für einen Ausbau zu verkaufen oder zur Verfügung zu stellen, bremsten die Bemühungen um eine Wiederherstellung der Verkehrstüchtigkeit aus.

Mittlerweile hat sich „der Zustand der Prämienstraße nur weiter verschlechtert“, sagt Tobias Röhm. Die Verkehrssicherheit, so der Technische Beigeordnete weiter, sei nicht mehr gegeben, ein Ausbau unausweichlich. Am kommenden Donnerstag präsentiert das Tiefbauamt seinen Entwurf dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr (18 Uhr Rathaus), der über den Einstieg in die Beteiligung der Bürger befinden soll.

Mittlerweile haben sich zwar mehr Eigentümer als vor sieben Jahren mit der Stadt über eine Nutzung ihrer schmalen Grundstücksstreifen im Gehwegbereich geeinigt, aber vor den Häusern 217 und 253 bis 257 stehen die Splissstreifen für einen Ausbau nicht zur Verfügung. Entsprechend bleiben sie bei dem für die zweite Hälfte 2016 in ihrem aktuellen Zustand unangetastet; die Stadt grenzt sie lediglich mit einem Randstein ab, um im Umfeld sauber neues Pflaster verlegen zu können.

Vorgesehen ist, die teils mit bis zu acht Metern überbreite Fahrbahn auf durchgängig 5,50 Meter zu reduzieren im Abschnitt Kartonage-Fabrik Hoyer bis Heinz-Kamps-Platz. Um die Erreichbarkeit des E-Centers nicht einzuschränken, ist eine Fahrbahnbreite von 6,50 Meter für den unteren Abschnitt zur Mauerstraße vorgesehen. Dort wurde auch der kleine Platz überplant. Zehn von drei Beeten eingefasste Parkplätze plus einen Aufstellort für die Wertstoff-Container sind vorgesehen.

Um dem hohen Aufkommen von Fußgängern in dem unteren Bereich Rechnung zu tragen, ist ein gepflasterter Gehweg in einer Breite von 2 bis 2,50 Meter eingeplant. Zusätzlich können an der Westseite Längsparkstreifen berücksichtigt werden. Aufgrund seines heutigen Zustandes einbezogen werden in die Erneuerung muss nun auch der östliche Gehweg, der vor sieben Jahren noch in einem akzeptablen Zustand war.

Anders sieht das mit dem östlichen Gehweg zwischen Hoyer und Jugendheim aus, der nicht ausgebaut werden soll. Lediglich die Beete für den alten Baumbestand sollen vergrößert werden ebenso wie für den Baum neben der Lkw-Zufahrt für den Supermarkt, so dass dort die Fahrbahn um 80 Zentimeter schmaler wird. Ausgebaut werden soll aber die westliche Seite zwischen Foxiusstraße und Heinz-Kamps-Platz mit mindestens 1,70 Meter breitem Bürgersteig plus Längsparkstreifen, wo dies aufgrund von Splissgrundstücken möglich ist. Für die Gehwege sind Pflasterplatten (20 x 20 cm), für Einfahrten Verbundpflaster (10 x 20 cm) sowie Asphalt für die Fahrbahn vorgesehen. Kreuzungsbereiche und Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut.

Kanal mus saniert werden

Bevor der Straßenausbau beginnt, ist eine Sanierung des Kanals erforderlich; sie wird über den Abwassergebührenhaushalt finanziert. Hauseigentümer sollen von der Verwaltung benachrichtigt werden, falls Sanierungsbedarf an ihren Hausanschlüssen besteht.

Für die Straßenerneuerung kalkuliert die Verwaltung mit Gesamtkosten von rund 1,2 Millionen Euro. Anlieger werden zu den Kosten auf Basis des Kommunalabgabengesetzes herangezogen. Über den Umfang, der auf einzelne Grundstücke entfallenden Kosten, kann die Verwaltung in der Regel erst in der Bürgerbeteiligung informieren.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert