Die 150 neuen Flüchtlinge kommen erst nachts an

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Bürgermeister Tim Grüttemeier (Mitte) und sein Verwaltungsteam bereiteten die Unterkünfte für die neuen Flüchtlinge vor.

Stolberg. Eigentlich sollten sie bereits gegen 16 Uhr in der Kupferstadt eintreffen. Doch dann verließen die rund 150 Flüchtlinge, die neu in Stolberg aufgenommen werden, erst am späten Mittwochabend per Bus ihre vorübergehende Station in Dortmund. So trafen die Neuankömmlinge erst kurz vor Mitternacht in Stolberg ein.

Dank der guten, bereits im Vorfeld geleisteten Vorbereitungen, war die Stolberger Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in der Propst-Grüber-Schule innerhalb von nur 24 Stunden eingerichtet worden. Für rund 150 Flüchtlinge, die Stolberg durch die Bezirksregierung Köln am Dienstag zugewiesen worden waren. Die zeitlich begrenzte Maßnahme dient der Entlastung der überfüllten Erstaufnahmestellen des Landes NRW.

„Dass zur Entlastung der großen Erstaufnahmestellen auch die Mittelzentren bei der Zuweisung von Flüchtlingen berücksichtigt würden, zeichnete sich ab. Wir konnten uns deswegen gut auf den nun eingetretenen Fall vorbereiten und haben zuletzt ein starkes Netzwerk geschmiedet, auf das wir nun zurückgreifen konnten“, bilanziert Bürgermeister Grüttemeier. „Ich danke den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an der Umsetzung beteiligt waren. Das gilt insbesondere für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Deutschem Rotem Kreuz, Polizei und Verwaltung sowie der Schulleitung für die unkomplizierte und zielgerichtete Zusammenarbeit.“

Schlafmöglichkeiten wurden für 95 Personen in der Turnhalle eingerichtet. 55 weitere beziehen ihr Nachtquartier in umgerüsteten Klassenräumen. Sie werden für den Schulbetrieb der auslaufenden Hauptschule nicht mehr benötigt. Der Schulbetrieb für die noch verbleibenden 9. und 10. Klassen kann in der kommenden Woche ordnungsgemäß aufgenommen werden. Eine zusätzliche räumliche Trennung zwischen dem Erstaufnahmeheim und der Schule wird gewährleistet.

Im Bereich rund um die Schule gibt es Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Die Essens- und Getränkeversorgung für die Flüchtlinge erfolgt in einem eigens zu diesem Zweck eingerichteten Bereich auf dem Schulgelände. Hier gibt es auch zusätzliche sanitäre Einrichtungen. „Insbesondere zu Anfang sind Verwaltung und Hilfsorganisationen mit vielen Mitarbeitern vor Ort, um einen reibungslosen Betrieb zu garantieren. Dies ist notwendig, da uns leider noch keine Informationen zur Altersstruktur, Familienzusammensetzung, Gesundheitszustand sowie zu den Herkunftsländern der Flüchtlinge vorliegen“, erklärte Grüttemeier am Mittwoch.

„Anschließend können wir auch vermehrt Ehrenamtler einbinden. Dank des Stolberger Flüchtlingsdialogs, der sich seit Jahresanfang trifft, verfügen wir über viele zuverlässige Partner. Die Unterstützung durch die Bürgerschaft ist in der Kupferstadt ohnehin vorbildlich. Viele Menschen haben sich bei uns gemeldet und gefragt, wie sie die Flüchtlinge und uns als Verwaltung unterstützen können.“

Aus diesem Grund hat die Verwaltung in der Hauptwache der Stolberger Feuerwehr (An der Kesselschmiede 10) eine zentrale Annahmestelle für Sachspenden eingerichtet. Von Montag bis Freitag können hier zwischen 9 und 18 Uhr Sachspenden abgegeben werden.

Wer anderweitig helfen will, sollte sich an die Ehrenamtsbeauftragte, Hildegard Nießen, Telefon 13-388, E-Mail: hildegard.niessen@stolberg.de) wenden. Insbesondere Dolmetscher, Sozialarbeiter und Kinderbetreuer können sich mit ihren Fachkenntnissen einbringen.

Anwohner sowie Eltern der Schülerinnen und Schüler der Propst-Grüber-Schule werden in einem eigenen Schreiben über die Situation informiert. Ferner gibt der Referent des Bürgermeisters, Robert Walz, Telefon 13-205, Mail: robert.walz@stolberg.de, Auskunft.

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