Stolberg - Dichtheitsprüfung: Fristen sollen verkürzt werden

Dichtheitsprüfung: Fristen sollen verkürzt werden

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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Unterirdischer Problemherd: Mit der Dichtheitsprüfung allein ist es nicht getan. Für Drainagen beispielsweise ist noch kleine Lösung in Sicht. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Im ersten Versuch ist sie noch durchgefallen, der zweite Umlauf soll hingegen für Klarheit sorgen: Am Dienstagabend wird die von der Verwaltung vorgelegte Vorlage zur Umsetzung der Dichtheitsprüfung für private Abwasserleitungen in Hauptausschuss und Stadtrat diskutiert.

Bei der vergangenen Hauptausschuss-Sitzung am 15. Juni hatten die Sprecher aller Fraktionen das ursprüngliche Vorhaben kritisiert, ganze Stadtteile in die Kanalprüfung miteinzubeziehen, auch wenn diese von Wasserschutzzonen nur peripher berührt werden.

Entscheidendes Kriterium bei der überarbeiteten Version ist deshalb die deutliche Abgrenzung der betroffenen Gebiete: So sollen nicht mehr ganze Bezirke in die bis maximal Ende 2015 laufenden Fristen eingegliedert werden, sondern nur die tatsächlich in betroffenen Wasserschutzgebieten liegenden Grundstücke.

Dies gelte für jeden einzelnen Stadtteil, sagt Fachbereichsleiter Josef Braun. „Alle nicht von Wasserschutzzonen betroffenen Stadtbezirke werden bis maximal 2026 folgen.” 2011 soll mit den ersten Dichtheitsprüfungen begonnen werden, die Fristen werden insgesamt deutlich verkürzt.

Info-Veranstaltungen

In diesem Zusammenhang könne es auch vorkommen, dass trotz des Vorrangs der Wasserschutzzonen Teile von einzelnen Stadtbezirken wie Atsch zeitlich vor anderen in der Frist liegen. Dies liege in erster Linie am neuen Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt, dass alle fünf Jahre modifiziert werden muss - 2010 ist es wieder soweit. Und darin seien eben auch die Fristen für die nicht in Wasserschutzzonen liegenden Stadtteile festgelegt.

„Für jeden Bezirk wird es zusätzlich Info-Veranstaltungen zu Prüfungen und möglichen Sanierungen geben”, kündigt Braun an. Auf diese Weise sollen Bewohner unterstützt werden, zertifizierte Prüfer zu finden und - im Bedarfsfall - entsprechende Sanierungsfirmen für die Instandsetzung zu beauftragen.

Einzelne Kommunen der Städteregion hätten eigens für die Beratung zum Thema Dichtheitsprüfung mittlerweile neue Mitarbeiter eingestellt. Auch in Stolberg soll ein Techniker oder Ingenieur diese Aufgaben übernehmen.

Die Art der Dichtheitsprüfung, die in den letzten Wochen für einige Diskussionen sorgte, ist ebenfalls geklärt: So schließe sich die Stadt bei einer erstmalig durchgeführten Dichtheitsprüfung des Abwasseranschlusses „dem Urteil des zertifizierten Prüfers regelmäßig an”, wie es in einer entsprechenden Vorlage heißt. Dies bedeutet, dass neben einer mechanischen Prüfung mit Wasser oder Luft auch eine optische Inspektion akzeptiert wird.

Die Stadt will mit einer etwa anderthalbjährigen Vorlaufzeit die betroffenen Haushalte anschreiben und ihnen so genug Zeit geben, sich auf die Dichtheitsprüfung und weitere Schritte bestmöglich vorzubereiten.
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