Diakon Thomas Ervens sieht sich nicht als Priesterersatz

Von: ch
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Auch das Breviergebet gehört zu seinen Verpflichtungen: Thomas Ervens aus Breinig. Foto: C. Hahn

Stolberg-Breinig. Vor fünf Jahren, bei der Ausbildungsmesse ZAB, fing es an. Thomas Ervens hatte eine Pause und spazierte ein wenig durch das Eurogress in Aachen. Zufällig – oder vielleicht doch nicht – kam der Kraftfahrzeugmechaniker und Lehrlingsausbilder in der Lützow-Kaserne am Stand der „Herren vom Bistum“ vorbei. Das war die Initialzündung.

Seit dem vergangenen Sonntag nun ist der 49-Jährige im Nebenamt als Diakon in der Kaiserstadt, genauer: in der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Forst/Brand, tätig. Ervens versteht sich dabei als eine Art von Mittler: „Mein Anliegen ist es, die Sorgen der Leute mit in den Gottesdienst zu nehmen und vor Gott zu präsentieren.“

Aufgeregt sei er vor seiner Weihe im Dom am Samstag nicht zu knapp gewesen: „Das stand auf der selben Stufe wie die Hochzeit und die Geburt meiner Kinder.“ Zum (Fern-)Studium und der Ausbildung durch das Bistum, die der Weihe vorangehen, sei er aber nicht durch die Begegnung auf der ZAB motiviert worden: „Auf die Schiene hat mich auch meine Tätigkeit in der Gemeinde gesetzt.“

Im Hinblick auf seine eigene Spiritualität habe ihm der Weg zur Weihe durch Bischof Mussinghoff viel gebracht, denn ihm sei prophezeit worden: „Der Glaube wird sich verändern – aber keine Angst: Das geht allen so.“

Zu Ervens künftigen Aufgabe zählt vor allem die liturgische Leitung von Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen und der diakonale Dienst an Menschen, die „am Rand“ stehen. Auch die Predigt und die Mitgestaltung von Eucharistiefeiern gehören dazu.

Eines übrigens stellt der neue Diakon unmissverständlich klar: „Ich sollte kein Priesterersatz sein“, formuliert der Breiniger im Hinblick auf den Rückgang der Zahl von Geistlichen in der Diözese Aachen. Seine Chance und damit die der Kirche sieht Ervens im Kontakt zu „normalen Leuten“ bei seinen Einsätzen: „Zu denen muss ich mich hinbewegen“, steckt er die Herausforderungen, die sich ihm stellen, ab.

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