Deutsch-französische Zusammenarbeit: Schnell keine Fremden mehr

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Stolberg/Paris. In der großen Politik erweist sich die deutsch-französische Zusammenarbeit seit einigen Jahren schon einmal als eher etwas kompliziert.

Wie einfach das Zusammenleben und Zusammenarbeiten sich hingegen an der ‚Basis‘ gestalten kann, erlebten Auszubildende des Berufskolleg Simmerath/Stolberg, die jetzt an einem europaweiten Austauschprogramm der Schule teilnahmen.

In Kooperation mit der Handwerkskammer Aachen und unterstützt vom Auswärtigen Amt entsendet die Schule unter anderem interessierte angehende Zimmerleute zu einer Partnerorganisation nach Paris, wo sie für insgesamt drei Wochen in französischen Betrieben lernen und arbeiten. Der 24-jährige Peter Reichardt ist einer von ihnen und durfte erleben, wie es sich anfühlt, ohne Französischkenntnisse professionell in Paris zu arbeiten – und dennoch keine unüberbrückbaren Probleme dabei zu haben.

Im Gegenteil! „Das war toll“, lautet sein begeisterter Rückblick, „meine Bedenken waren schnell beiseite gewischt“, denn er sei überall freundschaftlich aufgenommen worden, und alle hätten sich bemüht, auf Englisch „und mit Händen und Füßen“ mit ihm zu kommunizieren.

Projektleitung vor Ort

„Eine großartige Erfahrung“ sei alles gewesen, das Arbeiten unter völlig anderen Voraussetzungen ebenso wie das Kennenlernen der Menschen, die für ihn sehr schnell keine Fremden geblieben sind, sondern Freunde wurden. Ganz ohne Unterstützung von deutscher Seite musste Peter Reichardt aber natürlich nicht auskommen, denn die deutsche Projektleiterin, Kirsten Hanenberg, war mit vor Ort und half – wenn nötig – gemeinsam mit den französischen Verantwortlichen.

Etwa bei der nicht ganz so einfachen Fragestellung, wie das Benutzen der Pariser Metro eigentlich störungsfrei funktioniert. Eine besondere Ehrung erfuhr Peter Reichardt schließlich, als er von der deutsch-französischen Handelskammer zum vierten deutsch-französischen Berufsbildungstag eingeladen wurde und dem Publikum in der Pariser Sorbonne-Universität über seine Erfahrungen berichten durfte.

„Ich kann jedem so einen Austausch nur empfehlen“, so Reichardt begeistert, und „je mehr Leute die Menschen und das Leben in anderen Ländern kennenlernen, desto besser ist es für das Zusammenleben und die Europäische Gemeinschaft“.

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