Der Umbau des Marienheims steht bevor

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
Das Büsbacher Marienheim wird
Das Büsbacher Marienheim wird bald sein Gesicht verändern. Das neue Gebäude rückt an die Bischofstraße und die Cafeteria an die Ecke zur Dell.

Stolberg-Büsbach. Noch in diesem Monat soll der Abriss des alten Hubertushauses an der Bischofstraße beginnen, um Platz zu machen für eine Erweiterung und Sanierung des Marienheims durch die Katholische Stiftung Marienhospital als Träger der Senioreneinrichtung.

Gleichzeitig freut sich die Büsbacher Kirchengemeinde, dass sie den Neubau des Hubertushauses jetzt finanziell gestemmt hat und sich nun auf dringend notwendige Reparaturen am Gottenhaus konzentrieren kann. Der stolze „Dom der Voreifel” ist seit jeher ein bautechnisches Sorgenkind in St. Hubertus. Und so haben die aktuellen Veränderungen im Stadtteil ihre Wurzeln in der Vergangenheit.

So richtig spektakulär wird die Geschichte in den 1980er Jahren, als eine falsch durchgeführte Sanierung 1994 zum Abriss des einst weithin sichtbaren Kirchenturms führte. Den Büsbachern blutete das Herz, und schon zwei Jahre später gründeten engagierte Gemeindemitglieder einen Bauverein, um einen neuen Kirchturm zu errichten. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass eine Replik des alten Turms nicht finanzierbar wäre. 2003 wurde aus eigenen Mitteln ein funktionaler Glockenträger zwischen Vikarie und Kirche errichtet und mit einem aus Altena übernommenen Bronzegeläut eingesegnet.

Gleichzeitig drückten die Gemeinden weitere Sorgen. Das alte Hubertushaus, in einer 1902 errichteten früheren Möbelfabrik an der Bischof­straße untergebracht, war marode. Für die weitere Führung des 1960 erbauten Marienheims fehlten der Pfarrgemeinde die Kapazitäten. Ein Neubau und ein Verkauf waren die Lösung.

2006 fiel die Entscheidung, am Platz des alten Pfarrhauses an der Hostetstraße das neue Hubertushaus zu errichten, wodurch das gemeindliche Leben auf die Kirche konzentriert wurde. 427 000 Euro hatte die Gemeine für das Projekt in vielen Jahren angespart. 2007 wurde es eingeweiht. 68 000 Euro musste die Gemeinde noch aufbringen. Dank ihrer Spendenfreudigkeit ist heute das Hubertushaus finanziert. Geholfen hat dabei der 2008 gegründete Förderverein St. Hubertus, der sich nun auf die neuen Herausforderungen konzentrieren kann.

Das alte Hubertushaus ging 2008 mit dem Marienheim in den Besitz der Katholischen Stiftung Marienhospital, die die Senioreneinrichtung mit ihren bislang 64 Pflegeplätzen nicht nur im katholischen Sinne weiterführt, sondern jetzt auch erheblich investiert: Mit einem Aufwand von über acht Millionen Euro wird nicht nur der Bestand auf einen zukunftsträchtigen Standard gebracht, sondern auch ein Erweiterungsbau errichtet, der das Gelände des alten Pfarrheims einbezieht.

„Noch in diesem Monat sollen die Abrissarbeiten beginnen”, sagt Bernd Jacobs, der Geschäftsführer der Stiftung. Gleich im Anschluss wird „bei laufendem Betrieb” mit dem Ausbau des renommierten Hauses begonnen, das ein völlig neues Gesicht erhalten wird.

So werden die Cafeteria zukünftig die Ecke zur Dell prägen, das komplette Gebäude näher an die Bischofstraße heranrücken und ein neuer Eingangsbereich veränderte Akzente setzen. Wirklich entscheiden sind aber die Veränderungen im Inneren.

Die Kapazität wird nicht nur auf 76 Pflegeplätze erhöht, sondern sie werden allesamt in behindertengerechten Einzelzimmern mit eigenem Sanitärbereich entstehen. Darüber hinaus wird das Marienheim zukünftig neun betreute Wohnungen anbieten können. Weil die Aufwertung des Hauses bei laufendem Betrieb erfolgt, werden sich die Arbeiten voraussichtlich bis 2016 hinziehen.

Dann wird die Büsbacher Pfarrkirche als historisches Gebäude vermutlich immer noch ausreichend Baustellen bieten, obwohl trotz des Engagements der Pfarrgemeinde beim Hubertushaus bereits weitere Maßnahmen angelassen wurden. „Wir haben eine neue Heizung für die Kirche installiert”, sagt Herbert Wibbels vom Bauausschuss des Kirchenvorstandes. Noch in Arbeit ist die Restaurierung der historischen und wertvollen Kirchenfenster im rechten Seitenschiff, die unter einer Schutzverglasung konserviert werden.

„Doch es wird immer etwas zu tun bleiben”, unterstreicht Pastor Jürgen Urth weiteren Spendenbedarf. Als nächstes steht erst einmal die - natürlich - dringend erforderliche Restaurierung der Geländerelemente an der Kirchentreppe auf dem Programm. Weitere Bauprojekte werden sicherlich folgen, denn eines liegt den Büsbachern ganz sicher besonders am Herzen: der Erhalt des geliebten und stolzen „Doms der Voreifel”.
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