Der Traum von Susan Máro soll erfüllt werden

Von: Verena Kettenhofen
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Stolberg. Geplant war es anders. Eigentlich sollte es eine schöne Veranstaltung zum 80. Geburtstag des Künstlers Antonio Máro werden. Mit dieser Idee war Susan Máro ursprünglich im Jahr 2006 an Karl-Heinz Oedkoven, Stolberger Galerist und Kunstliebhaber, herangetreten.

Dann kam es anders: Susan Máro, die in den vergangenen Jahren nur auf den Geburtstag ihres Mannes hingearbeitet hat, wie sich ihr Sohn Rafael Ramirez Máro erinnert, wurde krank, so schwer, dass sie den 80. Geburtstag ihres Mannes in diesem Jahr nicht mehr erlebte.

Sie starb am 8. Oktober 2007. Ihren größten Wunsch jedoch, dass sich ihr Gatte und ihr Sohn im künstlerischen Tun nicht bremsen lassen sollen, der soll Susan Máro erfüllt werden.

Aus diesem Grund findet am 6. und 7. Dezember eine große Sonderausstellung der beiden Künstler im Industriemuseum Zinkhütter Hof statt. Gezeigt werden großformatige Gemälde von Antonio Máro und seinem Sohn Rafael Ramirez Máro.

Welche, das sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz klar, erklärt Rafael Ramirez Máro. Sicher sei nur, dass sich in den Bildern etwas aus mit dem Leben der Mutter beziehungsweise der Ehefrau widerspiegelt. Rafael Ramirez Máro: „Es ist zum Beispiel sicher, dass die Bilder etwas mit Musik zu tun haben werden. Meine Mutter war Pianistin.”

Und Musik könne man malerisch unterschiedlich darstellen, so der Künstler. Er selbst lässt sich von der Musik, den Klängen aber auch von der Partitur inspirieren.

Das Ergebnis sind oft Bilder, auf den klare Formen in abstrakte übergehen, der Übergang selbst ist fließend. Häufig verwendet er dafür kräftige, ausdrucksstarke Farben.

Dies trifft auch auf die Bilder der Bach-Kantate zu, von denen Rafael Ramirez Máro einen Teil ausstellen möchte, auch weil er Bilder zum Teil dem Leben und Sterben seiner Mutter gewidmet hat.

„Ihr Tod hat mein Leben verändert, ich habe nun eine ganz andere Perspektive darüber, was wichtig ist”, erklärt Rafael Ramirez Máro und die Ausstellung im Zinkhütter Hof ist ganz im Sinne des Künstlers.

Der Ort der Ausstellung ist dabei nicht zufällig gewählt worden. „Wir brauchen Platz für die Bilder, die alle großformatig sind. In dem Industriemuseum kommen sie richtig zur Geltung”, erklärt Karl-Heinz Oedkoven, der froh ist, dass sich die Museumsleitung recht flexibel gezeigt hat, was die Veranstaltung angeht.

Für Sebastian Wenzler kein Problem. Der Leiter des Zinkhütter Hof ist froh, dass die Ausstellung in den Zinkhütter Hof kommt. Zumal beide Künstler, Vater und Sohn, bereits unabhängig von einander im Museum ausgestellt haben.

Als Veranstaltungsort sei das Museum in den letzten Jahren ohnehin immer beliebter geworden und der Faktor Platz spielt dabei natürlich auch eine wichtige Rolle.

Platz für die Bilder und Platz für das Benefizkonzert, das zusätzlich zur der Ausstellung am Abend des 6. Dezember stattfindet. Ab 19 Uhr werden der Königliche Männergesangverein Marienchor aus Eupen sowie die Sopranistin Angela Buzari und der Pianist Lothar von Hoegen den Abend musikalisch gestalten.

Weihnachtlich und klassisch soll es werden, da sind sich die Veranstalter, die darauf hoffen, dass sich die Gäste im Anschluss noch über die gezeigten Bilder unterhalten, einig.

Der Spendenerlös des Benefizkonzerts soll der Servicestelle Hospiz für Stadt und Kreis Aachen und dem Palliativpflegeverband der Deutschsprachigen Gemeinde VoG - Eupen zu Gute kommen, sagt Karl-Heinz Oedkoven, der für alle diejenigen, die am Samstagabend bereits andere Verpflichtungen haben, einen kleinen Hinweis geben kann: „Am Sonntagmorgen treten im Museum zwei Jazzbands auf, die die Ausstellung musikalisch ein wenig unterlegen. Wer Samstag nicht kann, für den ist der Sonntag sicher ein guter Tipp.”

Nicht entgehen lassen

Entgehen lassen sollte man sich die Ausstellung nämlich nicht, auch wenn sie so eigentlich nicht geplant war.

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