Stolberg-Donnerberg - Der sportliche Erfolg prägt das Jubiläumsjahr der Columbia

Der sportliche Erfolg prägt das Jubiläumsjahr der Columbia

Von: Johannes Mohren
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Raphael Lamm (r.), Vorsitzende
Raphael Lamm (r.), Vorsitzender des Fußballkreises Aachen, gratuliert dem Columbia-Interimsvorsitzenden Klaus Heinrich (2.v.l), zum 100-jährigen Vereinsjubiläum. Markus Kistermann (l.) und Adem Basol (2.v.r) nehmen stellvertretend für die Meisterteams Präsente entgegen. Foto: J. Mohren

Stolberg-Donnerberg. „Erfolg ist wie ein scheues Reh. Der Wind muss stimmen, die Witterung, die Sterne und der Mond.” Kein Geringerer als Franz Beckenbauer sprach einst diese poetisch anmutenden Worte.

Und so kommt es (fast) einem Wunder gleich, was sich bei Columbia Stolberg in diesen Wochen und Monaten des Jubiläumsjahres ereignet: „Das ist wirklich einmalig. Zwei Aufstiege, zudem sind wir der amtierende Stadtmeister, das ist überragend”, kann es der Interimsvorsitzende Klaus Heinrich beim Jubiläumsempfang noch nicht wirklich fassen. Der so „scheue” Erfolg scheint der Columbia zugetan, dass 100. Jahr der Vereingeschichte steht offensichtlich unter einem guten Stern.

Nicht nur deshalb ist die Liste der Gäste, die am Samstagmorgen ins Vereinsheim der Blau-Weißen am Trockenen Weiher strömen, lang und prominent. Wimpel und Pokale schmücken den Raum, aber es sind vor allem die Bilder, die Erinnerungen wecken. Große und kleine Sportler sind auf ihnen verewigt, jedes Mannschaftsfoto, jeder festgehaltene Zweikampf erzählt eine Geschichte aus der bewegten Historie des Vereins.

Schwenkt der Blick der Gäste ein wenig zur Seite, so bieten die Fenster einen Blick auf die „Heimstätte” der Columbia. Grau verhangen ist der Himmel über dem Aschenplatz, auf dem in der nächsten Saison wieder Spiele der Kreisliga A zu sehen sein werden.

Als die Sektgläser klirren, ist es bei den Anwesenden nicht nur die Rückschau, sondern auch der Blick in die Zukunft, der für Freude sorgt. „Aus der Kaiserzeit in die Zukunft”, beschreibt der Stadtsportverbands-Vorsitzende Bert Kloubert den Weg der Columbia, „rosige Aussichten” bescheinigen viele der Redner dem erfolgreichen Jubilar „für die nächsten 100 Jahre”.

Ganz so lange wird es sicherlich nicht dauern, bis die diesjährigen Meistermannschaften ihren Platz an der Bilderwand im Vereinsheim finden. „Schon in der Schlammschacht bei der Stadtmeisterschaft in Breinig hat die Mannschaft ihr Potential gezeigt und ist dann völlig verdient Meister geworden”, betont der Vorsitzende des Sportausschusses von Stadt und Land, Axel Wirtz.

Der sportliche Erfolg ist das Topthema beim Jubiläumsempfang. Wirtz hat die Schirmherrschaft für das Vereinsjubiläums übernommen, auch wenn er den Aufstieg der zweiten Mannschaft der Columbia vermutlich mit (mindestens) einem weinenden Auge verfolgt hat: Denn der Gegner im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die B-Liga hieß SG Stolberg II, der Verein, in dem Wirtz als Vorsitzender fungiert. Die Columbia siegte und darf sich in der Saison 2011/2012 mit den klassenhöheren Teams messen, das Team der SG hingegen muss einen neuen Anlauf in der Kreisliga C nehmen.

Doch dass es im Fußball nicht nur um Sieg und Niederlage geht, betonen alle Laudatoren, einschließlich Wirtz. „Columbia Stolberg ist inzwischen zu einem Vorbild für fairen Sport geworden. Der Verein leistet unwahrscheinlich wichtige Arbeit gerade im Jugendbereich, auch im Hinblick auf die vielen jungen Fußballer mit Migrationshintergrund, die hier aktiv sind”, lobt der Vorsitzende des Fußballkreises Aachen, Raphael Lamm.

Fußball sei gelebter Zusammenhalt, betont auch die stellvertretende Bürgermeisterin Katharina Krings, auch für einen Fußball-Laien sei es offensichtlich, was für eine wichtige Aufgabe die Columbia in diesem Bereich übernehme.

Der überraschende Rücktritt der 1. Vorsitzenden Sabine Schröter ist ein kleiner Wermutstropfen im sonst so erfolgreichen Jahr. „Wir sind mit zwei Mannschaften aufgestiegen und beide brauchen, um in der höheren Klasse bestehen zu können, Verstärkungen. Das haben auch die Mannschaften kommuniziert”, berichtet der Vorsitzende auf Zeit, Klaus Heinrich, der den Verein nun kurzfristig als Kapitän durch die Jubiläumstage schiffen wird. „Diese Spieler kosten Geld. Ein guter Torwart, der in der Kreisliga A auf Asche spielen soll, kommt nicht umsonst”, unterstreicht er.

Vielleicht kann im Jahr des 100-jährigen Bestehens ja auch noch die Grundlage für eine weitere Sensation gelegt werden. Ein 12. Platz in der Kreisliga A aus der Saison 1986/87 ist bisher die beste Platzierung in der Geschichte des Vereins. Jetzt haben die Fußballer vom Trockenen Weiher die Möglichkeit, auch in diesem Bereich neue Maßstäbe zu setzen.
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