Der „Spendenkick“: Gemeinsam für die Philippinen

Von: Dirk Müller
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Christoph Moritz: Mit Thomas Dooley, Marcus Noack, Lewis Holtby und Sebastian Stache Pate für das wohltätige Projekt.
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Patienten vor einer Einrichtung der „German Doctors“ in Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Foto: German Doctors

Stolberg-Vicht. Das Derby der beiden Stolberger Landesligisten hat es ohnehin in sich, doch wenn am Sonntag, 31. Mai, um 15 Uhr die Partie VfL Vichttal gegen SV Breinig angepfiffen wird, lohnt es sich aus mehrfacher Hinsicht, auf dem Dörenberg live dabei zu sein.

Während Breinig schon am vorletzten Spieltag den Aufstieg in die Mittelrheinliga besiegeln kann, nutzen die Vichttaler das Derby, um ihren ersten „Spendenkick“ auszutragen. „Es wird sowohl ein bestimmt spannendes Spiel als auch ein gesellschaftliches Event werden, bei dem auch nicht ausgewiesene Fußballfans Spaß haben und zugleich den guten Zweck unterstützen können“, sagt Thorsten Meier, Geschäftsführer des VfL.

Unter dem Motto „Gemeinsam für die Philippinen“ hat der Fußballtrainer Christian Titz den „Spendenkick“ initiiert, um den Menschen zu helfen, die auf den Philippinen unter den Folgen von Taifun-Katastrophen, Armut, Hunger und mangelnder medizinischer Versorgung leiden.

Als Paten für das wohltätige Projekt fand er schnell Thomas Dooley und Sebastian Stache, das Trainergespann der philippinischen Nationalelf, den vom DFB lizenzierten Spielervermittler Marcus Noack sowie die Fußballprofis Lewis Holtby vom Hamburger SV und Christoph Moritz von Mainz 05, der am kommenden Sonntag auf dem Dörenberg zu Gast ist, um den „Spendenkick“ vor Ort zu unterstützen.

Hilfe, die bleibt

Mit dem VfL Vichttal, dem Stolberger Bürgermeister Tim Grüttemeier und vor allem den German Doctors fand Titz weitere Partner dafür, mit der Kraft des Fußballs den notleidenden Menschen auf den Philippinen zu helfen. „Hilfe, die bleibt“ haben die German Doctors sich auf die Fahne geschrieben und ihr Engagement auf den Philippinen verdeutlicht den Anspruch der Nachhaltigkeit: An drei Standorten unterhalten die German Doctors dort seit mehr als drei Jahrzehnten Hilfsprojekte, zwei „Rolling Clinics“ sichern die medizinische Versorgung in äußerst abgelegenen Gebieten.

Halber Eintritt an die Doctors

Mit dem von Stolberg ausgehenden „Spendenkick“, an dem Vereine deutschlandweit teilnehmen sollen, können Fußballvereine die Arbeit der German Doctors, die ausschließlich durch Spenden finanziert wird, unterstützen. Zum Beispiel können die Einnahmen aus Getränke- und Snackverkauf bei einem „Spendenkick“ an die German Doctors gehen. Die Vereine haben aber viele Möglichkeiten das Projekt zu unterstützen. Der VfL Vichttal macht es vor: „Von den Eintrittsgeldern des Derbys am Sonntag fließen 50 Prozent zu den German Doctors, und wir machen einen großen Spendenaufruf“, beschreibt Meier.

Zudem gebe es eine Tombola für den guten Zweck, bei der Preise wie Tickets für die Begegnung Mainz 05 gegen Bayern München, signierte Trikots und mehr zu gewinnen seien. Mit einem bunten Rahmenprogramm, einer Hüpfburg und einem leckeren kulinarischen Angebot wollen die Gastgeber möglichst viele Besucher auf den Dörenberg locken. „In der Halbzeitpause gibt es auch noch einen Elfmeter-Spendenkick. Für jeden Treffer unterstützen die Sparkasse Stolberg und die EWV das Hilfsprojekt mit einem Geldbetrag“, führt Meier aus.

Breinig hat beste Karten

Und nicht zuletzt macht die sportliche Komponente den Sonntagnachmittag auf dem Dörenberg besonders attraktiv: Siegt Breinig im Derby gegen Vichttal, ist der Aufstieg in die Mittelrheinliga perfekt. Der direkte Konkurrent und Tabellendritter Frechen muss auf alle Fälle sein Heimspiel gegen den Tabellensechsten Düren-Niederau gewinnen, um seine Aufstiegschancen zu wahren – verlieren die Frechener oder spielen unentschieden, steigt der SV Breinig auf, auch wenn er gegen den VfL verliert.

Selbst die ungünstigste Kon­stellation ist für die Breiniger noch relativ luxuriös: Holt der SV auf dem Dörenberg keinen Punkt, und Frechen gewinnt gegen Düren-Niederau, kommt es am letzten Spieltag, 7. Juni, zum „Endspiel“. Dann würde Breinig zu Hause ein Unentschieden gegen Frechen reichen, um kommende Saison Mittelrheinliga zu spielen.

Für den Tabellenelften VfL Vicht­tal indes ist das Ziel Klassenerhalt noch keine reine Formsache: Zwei Spieltage vor Saisonende haben die Vichttaler zwar ein Polster von sechs Punkten auf den ersten Abstiegsplatz – und im direkten Vergleich das wesentlich bessere Torverhältnis (15). Gewarnt sein sollte der VfL dennoch, etwa durch den jüngsten 9:1-Erfolg des SV Breinig, zumal die Vichttaler am letzten Spieltag beim Tabellenfünften Buschbell/Munzur antreten müssen.

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