Stolberg - Der Schnelllinie soll auch ein Nachtbus folgen

Der Schnelllinie soll auch ein Nachtbus folgen

Von: -jül-
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Testlauf vor dem Fahrplanwechsel: Hermann Paetz begrüßt die neue Schnellbuslinie 125 an ihrer Haltestelle am Mühlener Bahnhof. Ab Montag nimmt sie ihren regelmäßigen Dienst auf. Foto: J. Lange

Stolberg. Die Resonanz auf das neue Angebot für die Stolberger Aseag-Kunden ist riesig. „Mit der schnellen Verbindung zwischen der Kupferstadt und Aachen schenken wir unseren Fahrgästen jeden Morgen sechs Minuten Zeit und nachmittags entsprechend bei der Rückfahrt”, erklärt Hermann Paetz das Konzept der Schnellbuslinie 125.

Ihre Premiere feiert sie mit dem Fahrplanwechsel zum 14.Juni, so der Center-Leiter Verkehr der Aseag zu den Details.

Dann fährt die Linie 125 montags bis freitags immer morgens um 6.29, 6.59 und 7.59 Uhr am Mühlener Bahnhof (Haltestelle2); bis Brand Ringstraße hält die 125 an allen Haltestellen, ab Brand ist der nächste Haltepunkt erst wieder am Bahnhof Rothe Erde.

Ab der Haltestelle Scheibenstraße hält die Linie 125 wieder an allen Haltestellen bis zur Endstation am Aachener Elisenbrunnen.

Dieses Prinzip gilt dann auch für die Fahrten am Nachmittag zwischen der Aachener Innenstadt und Stolberg: um 16.14 und 17.14 Uhr ab Elisenbrunnen (16.17 / 17.17 Uhr ab Bushof) fährt die Linie 125 dann bis zur Endstation am Mühlener Bahnhof.

„Auf der Linie werden moderne Gelenkbusse eingesetzt”, kündigt Paetz ein Angebot an, das vor allem für Berufspendler interessant ist, die zwischen Stolberg, Brand und Aachen tagtäglich unterwegs sind.

Touristische Ziele im Visier

„Eine weitere Verbesserung für Stolberger, die auf den Öffentlichen Personennahverkehr setzen, ist erreicht”, würdigte Ferdi Gatzweiler das neue Angebot der Aseag, das auch aus finanzieller Sicht die Stadt erfreut, da sie einen großen Teil der zusätzlichen Leistung nicht mitfinanzieren muss.

Denn die Fahrten am Morgen endeten bisher in Brand und werden nun in die Kaiserstadt verlängert. „Das hat auch den Vorteil, dass man nicht mehr umsteigen muss”, sieht der Bürgermeister eine Steigerung der Attraktivität des ÖPNV. „Seine Bedeutung wird in Zukunft noch weiter zunehmen”, zeigt sich Gatzweiler überzeugt.

65 Millionen Fahrgäste waren es im vergangenen Jahr, die den Service der Aseag nutzten. „So viel wie noch nie”, freut sich Paetz. Mit dieser Auslastung ist die Aseag deutschlandweit führend als reines Busunternehmen im ÖPNV.

Selbst 1954, als Privatautos noch eine Seltenheit waren, lag die Auslastung bei 64,7 Millionen Kunden. Zahlen, auf denen Paetz sich nicht ausruhen will. Das Schnellbuskonzept soll weiter ausgebaut werden.

Neben der 125 von Stolberg aus binden die Linien 147 und 151 Herzogenrath und Baesweiler auf direkter Route an die Kaiserstadt an. „Im kommenden Jahr wollen wir das Angebot ausweiten und mehr Fahrten anbieten”, kündigt Paetz bereits an.

Dann sollen auch weitere Herzenswünsche des Stolberger Bürgermeisters thematisiert werden. „Insbesondere die Stolberger Jugend wünscht eine Nachtbuslinie nach Aachen, wie sie auch in anderen Städten bereits besteht”, greift Gatzweiler die Anregungen der Disco-Gänger und Nachtschwärmer auf.

Ein Wunsch, der bei der Aseag auf offene Ohren stößt, denn auch am Firmensitz an der Neuköllner Straße gibt es bereits Überlegungen, auch nachts die Verbindung zwischen der Kupfer- und Kaiserstadt zu intensivieren.

Und auch die Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in der Kupferstadt stehen auf Gatzweilers Wunschliste an die Aseag: „Im Rahmen des touristischen Aufschwungs wollen wir ihre Erreichbarkeit verbessern”, kündigt der Bürgermeister an.
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