Der Platz in den Herzen bleibt Schwester Vimala erhalten

Von: Christoph Hahn
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Der Abschied von ihr fiel vielen schwer: Schwester Vimala (vorne Mitte) wurde im Rahmen einer Feierstunde im Bethlehem-Gesundheitszentrum von ihrer Mitschwester Lissetta (l.) und Provinzoberin Mother Leo sowie von der Ärztlichen Direktorin, Dr. Dolores Hübner (hinten l.), und Verwaltungsleiter Helmut Drummen verabschiedet. Foto: Christoph Hahn

Stolberg. Ohne es ein einziges Mal gewollt zu haben, hat sich Schwester Vimala Paleth in die Lebensgeschichten von vielen Stolbergern eingeschrieben. Wenn es einmal schlecht um die Gesundheit der Seele und des Körpers eines Patienten des Bethlehem-Gesundheitszentrums stand, war die südindische Ordensfrau mit einem lieben Wort oder einer hilfreichen Geste zur Stelle.

Lange war sie Oberin des kleinen Konventes von Schwestern der ewigen Anbetung des Allerheiligsten Altarssakramentes im Krankenhaus. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts und dann noch einmal von 2001 bis 2014 war die Kupferstadt die Heimat von Schwester Vimala. Jetzt nahm sie im Rahmen einer kleinen Feierstunde Abschied von ihrer langjährigen Wirkungsstätte.

Vor allem aus Gesundheitsgründen kehrt die ehemalige Oberin nach Indien zurück. Das hat bei allem Trennungsschmerz einen Vorteil für sie: Ihr Elternhaus kann sie künftig zu Fuß erreichen.

Schon in der Messe, die dem Festakt voranging, stellte Krankenhausseelsorger Christoph Schneider der scheidenden Schwester das Zeugnis aus. Mit Blick auf das dem Gesundheitszentrum angegliederte „Haus Lucia“ für Kurzzeit- und Tagespflege lobte der Seelsorger: „Kein Blick auf die Uhr, wenn die Arbeitszeit einmal überschritten war. Sehr ernst genommen haben Sie Ihren Dienst.“ Der Erfolg, der sichere Platz in den Herzen der Menschen, blieb nicht aus, wie Pfarrer Schneider weiter schilderte: „Menschen, die nach ihrem Aufenthalt ein Jahr zu Hause waren, erinnerten sich, fragten nach Ihnen.“

Kollegen, Kuratoriumsmitglieder, Politiker, Pfleger, Ärzte – kurzum: alle Menschen im Bethlehem-Gesundheitszentrum – lieben Schwester Vimala. Darum nimmt es kaum Wunder, dass bei dem eigentlichen Abschiedsfest nach der Messe drangvolle Enge herrschte.

Liebevoll mit Stolberger Kuchen und indischen Spezialitäten bewirtet, lauschten die Gäste zu Beginn der Ansprache von Verwaltungsleiter Helmut Drummen. Der freute sich besonders über die Anwesenheit von Provinzoberin Mother Leo – und drückte sie im Reden ans Herz: „Wir haben uns ganz, ganz herzlich bei Ihnen zu bedanken.“ Herzliche Worte galten auch der zuständigen Provinzoberin, Mother Leo: „Wir sind unsagbar stolz, dass Sie den weiten Weg von Kerala nach hier auf sich genommen haben.“ Kleines Symbol der Dankbarkeit: Mother Leo erhielt von Helmut Drummen „eine kleine, bescheidene Spende für den Orden“.

Auch ihre Stolberger Mitschwestern werden ihre heimkehrende Oberin Vimala künftig vermissen: „Wir sind traurig, dass sie fortgeht.“ Derweil gab sich die Frau im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses zurückhaltend und bescheiden: „Für mich ist es nicht selbstverständlich, dass Sie sich für meinen Abschied Zeit genommen haben.“

Im Übrigen machte Schwester Vimala keinen Hehl daraus, dass bei aller Liebe zur Kupferstadt die zu Indien für sie schwerer wiegt: „Auch wenn ich an die Zeit in Stolberg gerne denke, freue ich mich auf meine Heimat.“ Auf jeden Fall haben sie und ihre Mitschwestern sich in Stolberg immer wohlgefühlt: „Hier sind wir mit Akzeptanz aufgenommen worden.“

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