Der neue Papst gefällt auch den Stolbergern

Von: oha
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Nach nur fünf Wahlgängen am Mittwoch zum neuen Pontifex gewählt: Papst Franziskus, Jorge Mario Bergoglio aus Argentinien. Foto: stock/Anan Sesa

Stolberg. Die Wahl des 76 Jahre alten Argentiniers, Jorge Mario Bergoglio, zum neuen Papst hatte auch in Stolberg niemand so richtig auf der Rechnung. Doch dass der Kardinal aus Buenos Aires nun der Oberhirte aller Katholiken auf der Welt ist, wurde am Mittwoch auch hier durchweg begrüßt.

„Mit so einem frühen Ende der Papstwahl hatte ich nicht gerechnet“, sagte Pfarrer Ulrich Lühring. Der Leiter des Kirchengemeindenverbandes Stolberg-Süd hatte die Wahl, durch eine Grippe geschwächt, daheim auf dem Sofa vor dem Fernseher verfolgt. „Als ich den Einzug der Kardinäle in die Sixtinische Kapelle gesehen habe, habe ich mich schon auf etliche Wahltage eingestellt. Fünf Wahlgänge sind dann aber doch extrem wenig.“ Lühring ist froh, dass die Wahl auf einen Kandidaten aus Südamerika gefallen ist. „Etwas Besseres hätte uns nicht passieren können. Die Kandidaten aus Afrika sind doch meist sehr konservativ.“

Der neue Papst gehöre dem Jesuitenorden an, der für Offenheit stehe, auch anderen Religionen gegenüber. Lühring: „Ich fand es sehr positiv, wie er nach der Wahl vor die vielen Gläubigen auf dem Petersplatz getreten ist und sie aufgefordert hat, für ihn zu beten. Das war erfrischend. Kirche ist keine Einbahnstraße. Der Mann wird im Vatikan noch vieles aufmischen.“

Sehr überrascht und erfreut über das schnelle Wahlergebnis war auch Pfarrer Jürgen Urth aus Büsbach. „Der liebe Gott ist eben immer für eine Überraschung gut.“ Dass der Papst diesmal nicht aus Europa komme, zeige, „dass wir zu einer Weltkirche gehören“. Franziskus wirke wie ein gütiger Vater. „Der neue Papst ist sicher ein sehr geistlicher Mensch. Er hat sein Amt der Fürsprache der Mutter Gottes anvertraut, das macht ihn sympathisch. Ebenso, dass er sich an die Gläubigen vor dem Petersdom gewandt habe mit der Aufforderung, für ihn zu beten. Urth: „Wir müssen den Heiligen Vater stärken mit unserem Gebet.“

Wolfgang Philipp Weber, angehender Diakon aus Stolberg, findet es vor allem charmant, dass der neue Papst Jesuit ist. „Er verfügt über eine exzellente Ausbildung, und Jesuiten sind in der Regel gut vernetzt.“ Beeindruckend sei schon der erste, sehr intensive Auftritt des Papstes auf dem Balkon des Petersdoms gewesen. Und auch die Namenswahl Franziskus sei wegweisend. Weber: „Von diesem Papst können wir noch viel erwarten. Vor allem aber Kontinuität im Glauben.“

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