Stolberg - Der neue Jugendbus ist fast fertig

Der neue Jugendbus ist fast fertig

Von: Jan Schlegelmilch
Letzte Aktualisierung:
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High-Tech-Equipment, das auf dem allerneuesten Stand ist: Frank Döhla will den Nutzern etwas bieten, um sie dauerhaft in seine Arbeit mit und in dem Jugendbus einbinden zu können. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg. Von außen betrachtet sieht er noch wie ein ganz normaler Linienbus aus. Die typische rot-weiße Lackierung lässt überhaupt nicht vermuten, was sich hinter der blechernen Hülle versteckt.

Doch wenn man den neuen Jugendbus der Stadt Stolberg erst einmal von innen sieht, erkennt man auf den ersten Blick, dass dieser Bus alles andere als ein Serienmodell ist.

Es ist wie in einer modernen Single-Wohnung, die bis auf die sanitären Anlagen alles zu bieten hat, was das Herz eines jungen Menschen begehrt. Wie das neue rollende Domizil der Stolberger Jugend genau aussieht, davon konnten sich die Besucher des Auftaktfestes zu den Sommerferienspielen am Wochenende überzeugen. Dort wurde das (fast) fertiggestellte Projekt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

„Die TÜV-Abnahme erfolgt spätestens bis zum 27. Juli. Für heute haben wir alles provisorisch angeschlossen, es gibt noch viele Kleinarbeiten zu verrichten”, erzählt Sozialarbeiter Frank Döhla, dass noch etwas Arbeit auf ihn und seine Helfer wartet, ehe der Bus dann schon in den letzten Wochen der Sommerferien zum Einsatz kommen soll.

Aber auch wenn dem rund 45.000 Euro teuren Projekt noch ein wenig der Feinschliff fehlt, überzeugt seine Ausstattung schon jetzt: Die Fahrerkabine, in der neben Frank Döhla drei weitere Personen Platz nehmen könnten, ist durch eine Holztür vom hinteren Bereich des Busses klar abgetrennt.

Der Bereich hinter der Fahrerkabine ist dann zwar nicht mehr räumlich, jedoch zum einen zweckmäßig und zum anderen farblich in drei Teilbereiche gegliedert. „Da ich auch Bauzeichner bin, habe ich die Entwurfsplanungen selber gemacht”, sagt Döhla und präsentiert die rot-graue Küchenzeile, die unmittelbar hinter der Fahrerkabine beginnt und mit Kühlschrank, Mikrowelle, Herdplatten und Waschbecken funktional ausgestattet ist. „Ich habe bei dem Konzept vor allem darauf geachtet, so viel Stauraum wie möglich einzubauen”, weist Döhla zudem auf die vielen Hänge- und Unterschränke hin.

Im mittleren Teilbereich des Jugendbusses sorgt die hellblaue Farbe des Mobiliars für ein sehr einladendes Ambiente. Der Abschnitt mit einer kleinen Sitzecke neben der hinteren Eingangstür soll in Zukunft als EDV-Bereich dienen, in dem die Jugendlichen an Laptops im Internet surfen und geschult werden können.

Das eigentliche Highlight erwartet die zukünftigen Nutzer des Jugendbusses dann aber im hinteren und letzten Bereich. Der in Gelb gehaltene Medienbereich überzeugt besonders durch seine hochmoderne technische Ausstattung mit Flachbildfernseher, Spielekonsole, DVD-Player, Leinwand und Beamer sowie einem Dolby-Surround-System, das in der Sitzecke, in der zehn Personen bequem Platz finden, für echte Kino- Atmosphäre sorgen soll.

„Mir ist wichtig, dass ich die Möglichkeit habe, Leute ins Boot zu holen, die den Jugendlichen per Beamer etwas präsentieren können, zum Beispiel die Suchtberatung. Auf dem Dach wird außerdem noch eine Satellitenschüssel montiert, so dass wir hier nächstes Jahr auch die Fußball-WM gucken könnten”, freut sich Frank Döhla auf ein weiteres Feature und lobt dabei ausdrücklich die IG Auenweg, die mit Spenden im Wert von 2300 Euro eine solche technische Ausstattung überhaupt erst möglich gemacht hat. Das einzige, was der Jugendbus nicht bieten kann, ist eine eigene Stromquelle sowie sanitäre Anlagen. „Deswegen bin ich auf eine externe Stromversorgung angewiesen”, sagt Döhla. „Toiletten sollten in unmittelbarer Nähe der Haltepunkte vorhanden sein, da unser Konzept vorsieht, mindestens sechs Stunden vor Ort zu sein, um mit den Jugendlichen etwas machen zu können.”

Spätestens am 27. Juli soll die Fahrt durch ausgewählte Stadtteile beginnen. Zunächst wird es eine „Promotiontour” geben, wie Döhla es formuliert. Danach wird der Jugendbus regelmäßig Haltepunkte ansteuern, um den Jugendlichen eine feste Anlaufstelle zu bieten.

Und wenn der Bus erst einmal einige Zeit auf Tour ist, soll zusammen mit den Jugendlichen auch die äußere Gestaltung angegangen werden - damit auch jeder von Weitem erkennen kann, dass dieser Bus alles andere als ein normaler Linienbus ist.
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