Der Leuchtturm steht zukünftig in der Altstadt

Von: Michael Grobusch
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Die Altstadt als Zentrum von
Die Altstadt als Zentrum von „Stolberg goes”: 2009 waren es unter anderem Flamenco-Tänzerinnen, die die Zuschauer in den Steinweg und die Burgstraße lockten. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Das „Leuchtturm-Projekt” hat an Strahlkraft eingebüßt. Weil sich in den vergangenen zwei Jahren die Kritik am Kulturevent „Stolberg goes...” deutlich verschärft hat, wird das Konzept nun grundsätzlich überarbeitet.

Die wesentlichste Änderung wird wohl eine geografische Verlagerung sein. Denn in Zukunft soll das dreitägige Programm gänzlich auf die Altstadt konzentriert werden.

„Das Herz der Kupferstadt ist nunmal die Altstadt”, räumte Max Krieger am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung ein. Für den Kulturmanager ist dies allerdings keine neue Erkenntnis, doch war eine Fokussierung auf den historischen Teil der City bislang wohl offenbar am Widerstand vieler Stolberger gescheitert.

„Seit Stolberg goes Brazil im Jahr 2008 habe ich mich aufgrund vieler Meinungen bemüht, die erfolgreiche Veranstaltung auf den Kaiserplatz, danach über den Kupferhof Rosental und 2011 bis zum Bastinsweiher auszuweiten - mit der Option, im nächsten Jahr sogar bis zur Mühle zu gehen”, lässt Krieger die vergangenen Auflagen Revue passieren. Für ihn steht jedoch mittlerweile fest: „Diese Entzerrung und Weitläufigkeit macht ein Besucher nicht mit, das verteilt sich zu sehr und wird zu unübersichtlich.”

Ferdi Gatzweiler kann dem nur zustimmen: „Wir haben uns im Arbeitskreis zusammengerauft. Das Konzept heißt jetzt ?konzentrieren”, berichtet der Bürgermeister von einem gemeinsamen Entscheidungsprozess. „Wir werden dieses wichtige Projekt weiter verbessern. Mit der Altstadt als Schwerpunkt wird uns das sicherlich gelingen.”

Das Grundsätzliche scheint also geklärt, die Pläne fürs Konkrete reifen in diesen Tagen: Die USA sollen 2012 das Partnerland des Events werden. „Wenn der Kulturausschuss und die Sponsoren diesem Land zustimmen, wird der Schwerpunkt in der Musik liegen”, bestätigt Max Krieger die Vorauswahl, der im zuständigen politischen Gremium noch ein formaler Beschluss folgen muss - voraussichtlich in der nächsten Sitzung am 6. Dezember. Auch ein Datum für „Stolberg goes USA” hat der Organisator bereits ins Auge gefasst: Das erste Juni-Wochenende (1. bis 3.) ist demnach favorisiert.

Gebündeltes Programm

Unterdessen gerät Max Krieger schon bei der Vorstellung, wie sich „Stolberg goes” im nächsten Jahr präsentieren könnte, ins Schwärmen: „Das wird ein gebündeltes Programm in tollem Ambiente und mit nur einem kleinen Fußmarsch vom Parkplatz aus zu erreichen.” Und er ist überzeugt: „Die USA sind ein Garant für ein enormes Programmpotenzial, und das für die breite Masse.”

Max Krieger spricht von „Bühnen mit Blues, Jazz, Soul und Swing” und will die Gassen und Nischen mit Dixieland-Kapellen bestücken und in den Kirchen Gospel-Gottesdienste feiern. Und mit Blick auf den völlig verregneten Sonntag in diesem Jahr bei „Stolberg goes Italy” stellt der Kulturmanager fest: „Es geht auch darum, ein deutlich wetterunabhängigeres Programm auf die Beine zu stellen.”

Eine Parade soll es gleichwohl auch anno 2012 geben - ebenfalls ganz im Zeichen der Musik. Zu diesem Anlass käme auch der ansonsten wohl ausgesparte Kaiserplatz zum Zuge kommen. Von dort aus könnte sich am (verkaufsoffenen) Abschlusstag der farbenfrohe und klangvolle Tross in Richtung „Alter Markt” in Bewegung setzen. Dort wird, wenn nicht alle Vorzeichen täuschen, in Zukunft das Herz von „Stolberg goes” schlagen.
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