Der Kupferstadt-Pokal bleibt in Stolberg

Von: Marie-Luise Otten
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Der Kupferstadt-Pokal im Kunstradfahren bleibt beim RSC 07 Münsterbusch, Marie (4.v.l.) und ihre Sportlerkollegen erhielten jeweils eine Urkunde und einen Pokal. Foto: M.-L. Otten

Stolberg-Breinig. Marie ist neun Jahre alt und gehört seit einem halben Jahr dem RSC 07 Münsterbusch an. Dieser ist auch in diesem Jahr wieder Ausrichter des traditionellen Kupferstadt-Pokals im Kunstradfahren. Für Marie ist es der erste Wettkampf in dieser Ästhetiksportart auf einem speziell dafür vorgesehenen Hallenrad. Es ist mit Spezialreifen ausgestattet, was eine sichere Bodenhaftung auf dem Holzparkett garantiert. Lenker und Sattel sind so beschaffen, dass man mit Gymnastikschuhen darauf stehen kann.

Marie gehört zu den 17 Jugendlichen des Stolberger Radsportclubs, die in der Sporthalle Stefanstraße in Breinig an den Start gehen. Insgesamt bewerben sich Sportler aus neun Mannschaften um den 23. Kupferstadt-Pokal. Gisela Bachmann ist mit Marie und den anderen Startern aus dem Verein die unterschiedlichen Übungen im Vorfeld viele Stunden lang durchgegangen.

Die Übungsleiterin macht die Sache mit viel Herzblut und ist als Coach überall gefragt. Marie begrüßt durch eine kleine Verbeugung die Zuschauer und nimmt die Startposition ein. Jede Kür läuft nach strengen Vorgaben ab: 25 verschiedene Übungen müssen in fünf Minuten absolviert werden. Mal fährt man in der Runde, mal in der Halbrunde, mal freihändig im Reitstand oder im Rahmenstand. Der ein oder andere macht sogar einen Handstand oder fährt nur auf dem Hinterrad. Alle Teilnehmer müssen die einzelnen Bewegungsabläufe präzise ausführen. Das Gleichgewicht ist ebenso wichtig wie Kondition, Kraft, Konzentration, Dehnfähigkeit, Körperspannung und schnelle Reaktionen.

Kür, Haltung und Fahrstil

Abzüge gibt es bei Nichteinhalten der Reihenfolge, bei Zeitüberschreitung oder wenn die Übung nicht auf der kompletten Wegstrecke korrekt ausgeführt wurde. Wichtig sind für die beiden Kampfrichterteams Kür, Haltung und Fahrstil. Stürze und kurze Bodenberührungen sowie das Überfahren der Flächenbegrenzung geben Minuspunkte. Für den ungeübten Zuschauer sieht diese Akrobatik auf dem Rad manchmal gefährlich aus. Jeder bangt mit um seinen Schützling.

Um den Kupferstadt-Pokal kämpfen Jugendliche im Einer- und Zweier-Kunstradfahren. Selma Trommer und Patrik Bachmann gehen in beiden Disziplinen an den Start. Neben den sportlichen Fähigkeiten brauchen sie zu zweit vor allem Synchronität und Teamgeist. Die Wertung ist kompliziert, doch gerecht. Am Ende ist Marie bei dem Gewinnerteam, denn der ersehnte Pokal bleibt in Münsterbusch.

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