Der Komba folgt nun Verdi: Kindergärten geschlossen

Von: -jül-
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Während in Stolberg die drei Kindergärten auf der Liester, Höhenkreuzweg und Saarstraße (Bild) geschlossen blieben... Foto: J. Lange
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...beteiligten sich auch Stolberger Erzieherinnen an der Demonstration der Gewerkschaft Komba am Aachener Hauptbahnhof. Foto: R. Roeger

Stolberg. „Die Eltern der Kinder in den betroffenen Einrichtungen sollen im Vorfeld informiert worden sein“, versichert Robert Walz, Pressesprecher der Verwaltung; und so soll es auch Mittwoch sein. Nach dem Streikaufruf der Gewerkschaft Komba für den ersten Tag nach den Osterferien, ruft Verdi für Mittwoch zum Streik und zur Teilnahme an einer Großkundgebung in Dortmund auf.

Drei Kindergärten – die Hochburgen der Komba in der Kupferstadt – blieben Montag geschlossen. Während das Familienzentrum auf der Liester auf einen Aushang an der Pforte verzichtete, informierten die Kitas am Höhenkreuzweg und an der Saarstraße auch per Aushang, dass geschlossen ist und welchen Grund dies hat. „Unsere Mitglieder haben an der Demonstration in Aachen teilgenommen“, erklärte Komba-Sprecher Frank Gilles.

Die jüngste Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst hatte am 9. April in Düsseldorf nicht zu einer Einigung geführt. Eine „Aufwertung der Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst“ ist das Ziel der Beschäftigten.

Dazu sei eine Überarbeitung der seit 1994 geltenden Entgeltordnung letztlich erforderlich, erklärte Verdi-Sprecher Joachim Paul gegenüber unserer Zeitung. Dabei gehe es auch um die gleiche Entlohnung von Männern und Frauen in einem überwiegend weiblich geprägten Berufsfeld sowie dessen gesellschaftliche Anerkennung.

Auch wenn der Streiktag am Montag, zu dem die Konkurrenz-Gewerkschaft Komba aufgerufen hatte, als erster Tag nach den Schulferien aus Sicht von Verdi „ein wenig ungünstig gewählt“ gewesen sei, so steht Mittwoch als nächster Streiktag in der Kupferstadt fest.

An wie vielen der insgesamt 19 städtischen Einrichtungen in Stolberg Hinweisschilder auf den Streik hängen (sollten), war Montag aus der Sicht der Gewerkschafter wie auch aus Sicht der Stadtverwaltung noch nicht absehbar. In der Kupferstadt liegt der gewerkschaftliche Organisationsgrad in dem Berufsfeld bei 95 Prozent. Von den rund 270 Beschäftigten in städtischen Einrichtungen sind 80 Prozent bei Verdi und 15 Prozent bei der Komba organisiert.

Nächster Verhandlungstag ist der 16. April in Hannover für den Bereich Arbeit- und Berufsförderung sowie 20./21. April in Frankfurt für die sozialpädagogisch ausgerichteten Berufszweige. „Und als Termin vorgemerkt sind außerdem der 11. und 12. Mai“, erklärte Paul. Also müssen sich Erziehungsberechtigte auf weitere mögliche Betreuungsausfälle auch nach dem Streiktag Mittwoch einstellen.

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