Der Kampf ums Rathaus wird immer lustiger

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Dem Regen trotzten einige Narren, aber als Stolbergs Prinz Axel I. und sein prinzlicher Vetter Nobbi I. aus Zweifall die Bühne vor dem Rathaus betreten, lacht den Stolbergern die Sonne. Sie erleben eine launige und stimmungsvolle Schlüsselübergabe, wie sie im Rheinland sicherlich ihresgleichen sucht. Foto: Ei-K. Ramba / Je. Laacht
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Starkes Programm: Der närrische Nachwuchs erobert die Bühne der Kupferstadt und absolviert eine atemberaubende Schnitzeljagd durchs Rathaus auf der Suche nach dem Trifolium.
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Stets bejubelt: de Karamaba Männcher sollten weiter Musik machen.
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Mit Prinz Nobbi I. betritt die KG Zweifall die Stolberger Bühne.

Stolberg. Warum zu irgendwelchen Freilichtspielen in die Ferne schweifen, wenn filmreife Gefechte sich gleich vor der Türe abspielen? Das Rathaus bietet sechs Jahre nach dem Umzug in die Altstadt nicht nur wieder die Kulisse zur Schlüsselübergabe, sondern wird gleich mit einbezogen in das närrische Getümmel im Kampf um die Macht in der Kupferstadt.

Denn wer glaubte, das Geschehen des Vorjahres hätte nicht überboten werden können, wird an diesem Fettdonnerstag eines Besseren belehrt. Angesichts des widrigen Wetters verfolgt zwar eine stattliche Schar gut gelaunter und bunt kostümierter Narren auf dem Kaiserplatz das humorvolle Geschehen auf der Bühne, aber es wäre noch reichlich Platz gewesen für weiteres Publikum. Wer nicht dabei ist, verpasst jedenfalls eine einfallsreiche Inszenierung, die weit über das traditionelle Geschehen hinausgeht.

Der Einmarsch der Gesellschaften erfolgt zwar noch im strömenden Regen, aber als Prinz Axel I. (Wirthmüller) die Bühne betritt, lacht die Sonnen den Narren. Und Stolbergs Tollität kommt nicht alleine. Mit Nobbi I. (Seidel) tritt prinzliche Unterstützung an die Seite der Stolberger Tollität und seines Hofstaates.

Angesichts des angekündigten Verteidigungswillens des Rathaus-Trifoliums mit Bürgermeister Tim Grüttemeier sowie den Beigeordneten Tobias Röhm und Robert Voigtsberger hat Axel vorgesorgt. Angehörige von Hofstaat und Erster Großen besetzen den Ratssaal und halten mit Konfettikanonen das Trifolium in Schach. Angesichts des närrischen Wagemuts ergreift das Trifolium erst einmal die Flucht, um mit seinem Rot-Gold Funken Artillerie Corps erneut die Bühne zu stürmen.

Und siehe da, die Truppe um Kommandantin Sabrina Overtus ist um einige Gardisten angewachsen. Doch letztlich reichen die tollen Tanzeinlagen des Trifoliums nicht aus, um an der Macht zu bleiben. Mit Schmunzeln überreicht der Bürgermeister die Stadtschlüssel an die Tollität, die mit Hofstaat und ihrem Medley für Stimmung sorgt. Ein Konfettiregen besiegelt die Machtübernahme, auf die „de Karamba Männcher“ mit ihren besten Hits eingestimmt haben.

Und Komitee-Präsident Josef Behlau würdigt: „Et jitt wohl keng Staadt in et Rheinland, wo de Verwaltungsspitze su enne Dress metmache wöd.“

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