Der Kampf um die Sanierung geht in die nächste Runde

Von: Sarah Sillius
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Die Zukunft des Gebäudes der
Die Zukunft des Gebäudes der Grundschule Mausbach ist weiterhin unklar. Bürokratische Hürden stehen der Sanierung im Weg. Foto: J. Lange

Stolberg. Gabi Bauer hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Die Vorsitzende der Schulpflegschaft drängt seit November letzten Jahres auf die energetische Sanierung der Grundschule Mausbach, ebenso wie Schüler, Lehrer und Eltern.

Ob sich das Drängen gelohnt hat, ist noch unklar. Das von der Stadtverwaltung beauftragte Architekturbüro schätzt die Kosten für die gesamte Sanierungsmaßnahme auf 985.000 Euro. Das geht aus der Beschlussvorlage für die Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses am 20. Juli hervor.

Priorität haben für Stadt und Schule die Sanierung der Fenster, doch auch diesem dringendem Wunsch könnten die einzuhaltenden Fristen einen Strich durch die Rechnung machen. „Es könnte eng werden”, sagt Ulrich Coopmann, Leiter des Hochbauamts, auf Anfrage unserer Zeitung. Kämmerer Wolfgang Zimdars würde zwar 100.000 Euro aus dem Haushalt 2011 bereitstellen, damit zumindest die besonders betroffenen Fenster saniert werden können. Doch einer kurzfristigen Umsetzung stehen bürokratische Hürden im Weg.

Wenn der Vorschlag den kommenden Ausschuss passiert, muss die Sanierungsmaßnahme zunächst ausgeschrieben werden, bevor sie in den Bau- und Vergabeausschuss im September wandert. „Der Auftrag kann dann frühestens am 19. Oktober erteilt werden”, sagt Coopmann. Das wäre genau drei Tage vor Beginn der Herbstferien. „Und die Fenster müssen ja auch noch gebaut werden.” Hinzu kommt, dass eine zeitliche Trennung der Sanierungsarbeiten zu einer Kostenerhöhung von 30.000 Euro führen würde. Günstiger wäre es für die Stadt, wenn die Fenster dann saniert werden, wenn auch die nicht isolierten Decken im Keller, die Fassaden und das Dach des Schulgebäudes an der Reihe sind. Diese Maßnahmen könnten aber aufgrund der desolaten Finanzsituation erst 2013/14 in Angriff genommen werden.

Coopmann sieht ein, dass die Schule nicht so lange auf neue Fenster warten kann. Er schätzt, dass sie spätestens im nächsten Jahr erneuert werden. „Vielleicht auch noch im November, wenn die Temperaturen mild sind.”

Thema im Beschwerdeausschuss

Für die Schulpflegschaft dürften diese Aussichten nicht zufriedenstellend sein. Schon im Frühjahr hatte sie die dramatischen Zustände im Gebäude mit Fotos dokumentiert und sich an den Beschwerdeausschuss gewandt, der dann den Antrag an den Bau- und Vergabeausschuss weitergab.

„Wir warten von einem Ausschuss auf den nächsten”, sagt Gabi Bauer über ihren Kampf für die Sanierung. Zwischenzeitlich habe sie das mangelnde Interesse der Verwaltung gehörig auf die Palme gebracht. Es sei „mit zweierlei Maß gemessen” worden, meint Bauer. „Manch ein städtischer Bediensteter wäre unter den gleichen Umständen mit Sicherheit nicht zur Arbeit erschienen.” Schüler und Lehrer hatten im letzten Winter wegen der undichten Fenster unter Kälte gelitten.
Für Gabi Bauer ist die Sanierung der Mausbacher Grundschule „das letzte große Anliegen” als Schulpflegschaftsvorsitzende. „Ich werde im Sommer aus dem Amt ausscheiden.” Sie versichert, dass auch die zukünftige Schulpflegschaft das Vorgehen der Stadt im Blick haben wird. „Wenn sich nichts tut, wird es noch einmal einen lauten Aufschrei von Seiten der Schulpflegschaft geben.”
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