Der ganze Kirchenkreis wählt: Stolberg nicht

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Stolberg. Gemeindeglieder im Evangelischen Kirchenkreis Aachen wählen am Sonntag, 5. Februar, das Leitungsgremium ihrer Gemeinde, Presbyterien amtieren für vier Jahre, Verantwortung zum Beispiel für Verwendung der Finanzmittel, Beschäftigung von Mitarbeitenden und Schwerpunkte kirchlichen Engagements.

Überall in der Evangelischen Kirche im Rheinland ist am Sonntag zwar Wahltag - allerdings nicht im kupferstädtischen Teil der Stolberger Kirchengemeinde, die auch Brand umfasst.

Denn im Wahlbezirk Stolberg und aus dem Mitarbeiterbereich haben sich genauso viele Kandidaten gemeldet, wie Plätze zu besetzen sind. Der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises hat daher die zehn Kandidaten gemäß der Vorschlagsliste für den Bezirk Stolberg sowie die beiden Mitarbeiter bestätigt. Eine Wahl findet hier also nicht statt. Lediglich im Bezirk Brand gibt es vier Kandidaten für die drei Plätze im Gremium.

Insgesamt wurden in den Kirchengemeinden des Kirchenkreises Aachen, von Setterich im Norden bis Roggendorf in der Eifel, für die Wahl rund 40.000 Wahlkarten oder Briefumschläge mit Wahlunterlagen verschickt. In Aachen wurden etwa 14.000 Wahlberechtigte angeschrieben. Dass nicht alle Evangelischen im Kirchenkreis Post von ihrer Gemeinde bekommen haben, liegt einerseits daran, dass die Presbyterien in einigen Gemeinden und Pfarrbezirken wie in Stolberg bereits feststehen.

Andererseits wurde in zwei Gemeinden die Wahl sogar um zwei Jahre verschoben, da deutlich weniger Kandidaten als Presbyterplätze gemeldet wurden. Zur Urne können am Sonntag aber Gemeindeglieder gehen, die in Brand (Stolberg, Martin-Luther-Kirche) und Kornelimünster-Zweifall sowie in Aachen-Mitte (Annakirche), Aachen-West (Paul-Gerhardt-Kirche Richterich, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Arche), Herzogenrath, Alsdorf, Hoengen-Broichweiden, Baesweiler, Sette­rich, Mechernich und Blankenheim.

Wo sich das jeweilige Wahllokal befindet und zu welcher Uhrzeit es geöffnet hat, steht auf den Wahlbenachrichtigungskarten. Die Anzahl der zu wählenden Presbyter und Presbyterinnen hängt von der Zahl der Gemeindeglieder ab. In Kornelimünster-Zweifall zwölf. In jeder Gemeinde werden die abgegebenen Stimmen noch am Sonntagabend ausgezählt.

Dass möglichst viele Gemeindeglieder an der Presbyteriumswahl teilnehmen, ist wünschenswert, da die Evangelische Kirche im Rheinland nach einer „presbyterial-synodalen” Struktur gestaltet ist: Die Leitung der Kirche baut sich auf allen Ebenen - Gemeinde, Kirchenkreis, Landeskirche - von unten nach oben auf. Alle Gemeindeglieder haben die gleichen Rechte und Pflichten, alle können ihre persönlichen Erfahrungen einbringen, ihre Argumente zur Sprache bringen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Die neu gebildeten Presbyterien werden Anfang März in ihr Amt eingeführt.
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