Stolberg-Büsbach - Der erste Spielplatz, der Generationen verbindet

Der erste Spielplatz, der Generationen verbindet

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Die Beigeordneten Robert Voigtsberger und Tobias Röhm (r.) machen sich vor Ort noch einmal ein Bild vom Büsbacher Spielplatz, bevor in der kommenden Woche die politischen Entscheidungen fallen. Foto: J. Lange

Stolberg-Büsbach. Der Garten des „Herrn von Ribbeck auf Ribbeck“ stand vielleicht zu Zeiten von Theodor Fontane noch im Havelland, im Herbst wird er jedenfalls seinen Platz am Büsbacher Eburonenweg finden. Allerdings wird anders als ursprünglich geplant auf die literaturgerechten Birnbäume für das erweiterte Spielplatzgelände bewusst verzichtet: „Bei Obstbäumen ist immer latent die Gefahr von Wespen vorhanden“, sagt Robert Voigtsberger.

Aber zumindest der Arbeitstitel aus der Planungsphase ist geblieben und das Ziel, den zweiten Bauabschnitt in der „goldenen Herbsteszeit“ anzupacken. Der Büsbacher Spielplatz – es ist der einzige im wohl größten Dorf der Kupferstadt – ist in vieler Hinsicht markant. Angefangen von seiner Historie und den politischen Sandkastenspielen um seine Entstehung bis hin zum Happyend, dem nun die Krone aufgesetzt wird: Der Spielplatz wird die erste generationenübergreifende Einrichtung seiner Art in der Kupferstadt.

Nachbarn planen Anlage mit

Und diese durfte die Nachbarschaft folgerichtig mitplanen. Der generationenübergreifende Spielplatz ist das erste Projekt, das die Kupferstadt im postulierten „Jahr der Familienfreundlichkeit“ im Rahmen des Wettbewerbes „12 Monate – 12 Ideen“ gekürt hat.

Auf dem großzügigen Gelände im Büsbacher Neubaugebiet wurde im Herbst 2013 das erste Modul errichtet, das sich mit Sandkasten, Kombi-Spielgerät mit Rutsche und Schaukel eher an die ganz junge Generation richtet. Das zweite Modul, das am 16. Juni im Ausschuss für Kinder und Jugend präsentiert wird, verdoppelt das Gelände um einen Spiel- und Bewegungsbereich für ältere Kinder.

„Dabei ist es ein zusätzlicher Aspekt der Gestaltungsplanung, auch generationsübergreifende Elemente in die Spielfläche zu integrieren“, sagt Voigtsberger. „Und darüber hinaus erhält die Anlage auch inklusiv nutzbare Elemente“, betont der Erste Beigeordnete und Jugenddezernent. Unter Einbeziehung der Anlieger sei es gelungen, das Gestaltungskonzept innerhalb des Kostenrahmens zu entwickeln.

Wurden in den ersten Ausbauabschnitt 88.000 Euro investiert, so stehen für die Erweiterung 105.000 Euro zur Verfügung – „etwa je zur Hälfte für die Gestaltung des Geländes und für die Spielgeräte“, sagt Tobias Röhm. Wiesenhügel sollen dem Gelände nicht nur optischen Charme verleihen, sondern auch der Kreativität der Nutzer freien Raum einräumen, erklärt der Technische Beigeordnete.

Auch inklusive Stationen

Das Zentrum bildet auf 8 mal 13 Meter Grundfläche ein multifunktionales Klettergerüst (nicht aus Birnen-, sondern aus Eichenholz in „Ribbecks Garten“), das mit Netzen und Seilen vielfältige Spielansätze für die jungen Besucher bietet. Das Training der eigenen Körperbeherrschung ist dagegen ein Element, das auch ältere Generationen vielleicht weniger auf der Drehscheibe „Flecto“ , aber um so mehr auf dem Surfsimulator üben können: „Vorsichtig die Platte besteigen, eine ruhige breitbeinige Standposition in der Plattenmitte einnehmen und das Gleichgewicht ausbalancieren“, erläutert Voigtsberger, dass unterschiedliche Übungen alleine oder auch mit einem Partner absolviert werden können.

Effekt des Trainings ist ein Aufbrachen eingefahrener Bewegungsmuster, die Koordination und Kräftigung der stabilisierenden Muskulatur sowie eine Schulung des Gleichgewichtssinnes.

Ein stationäres Fahrrad, eine Beinpresse und ein Crosstrainer als Fitness-Insel komplettieren das Angebot, das sich nicht nur an Kinder, sondern auch an ältere Generationen richtet. Als inklusive Komponente wird eine Sensorikstrecke mit unterschiedlichen Bodenbelägen eingebaut, die barrierefrei sowohl von Kindern wie auch von Erwachsenen im Rollstuhl genutzt werden kann.

Nachdem diese großzügige Einrichtung in Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft geplant wurde, gilt die erforderliche politische Zustimmung als Formsache. Nächsten Donnerstag befindet der Kinder- und Jugendausschuss über das Konzept; das Jugendamt betreut die Anschaffung der Geräte und ihre Montage, am 7. Juli soll der Bau- und Vergabeausschuss die technischen Arbeiten zur Gestaltung des Geländes beauftragen.

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