Der Deutsche Meister im Kickboxen ist ein Stolberger

Von: Dirk Müller
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Der Kupferstädter Kämpfer Alexej Koslov (links) überzeugt beim Titelkampf im Profi-Kickboxen und gewinnt die Deutsche Meisterschaft. Foto: D. Müller
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Für die Kampfsport-Veranstaltung „Battlefield Stolberg“ wurde die Sporthalle Glashütter Weiher zu einer professionellen Arena umgestaltet.

Stolberg. Der Jubel ist groß gewesen, und beinahe noch euphorischer waren die Anfeuerungsrufe für die Lokalmatadoren. Allen voran für Alexej Koslov, der sich am Ende den Gürtel des Deutschen Meisters umschnallen konnte. „Komm Alex!“, „Mach es Alex!“ und mehr riefen die zahlreichen Fans dem 29-jährigen Stolberger zu.

In der Gewichtsklasse bis 79,5 Kilogramm kämpfte er um den Titel des Deutschen Meisters im Profi-Kickboxen nach K-1-Regeln in der Version der „International Kick Boxing Federation“.

Gegen Marcel Mertsch aus Duisburg, einen unangenehmen weil starken Gegner: Als Koslov in der letzten Runde gute Kombinationen anbrachte, um den Fight für sich zu entscheiden, skandierten die Gäste lautstark „Alexej“, die Sporthalle Glashütter Weiher brodelte, war regelrecht entfesselt und die Stimmung auf dem Höhepunkt. Doch der Kupferstädter Sieg im Titelkampf war nicht das einzige Highlight des Abends, denn die Premiere der neuen Kampfsport-Veranstaltungsreihe „Battlefield Stolberg“ war rundum sehr gelungen.

Mit dem Ring samt professioneller Beleuchtung und Beschallung in der Mitte war die Sporthalle am Schafberg zu einer echten Kampfarena geworden, und der Auftakt von „Battlefield Stolberg“, das der Kupferstädter „Fight Club Black Panther“ mindestens zweimal im Jahr ausrichten möchte, war gut besucht. Elf Kämpfe standen auf der Agenda der Premiere, und für Abwechslung war reichlich gesorgt. Zumal sowohl Kickboxen nach dem K-1-Reglement als auch Thaiboxen geboten wurde, bei dem auch Clinchen, Ellenbogen- und Wurftechniken erlaubt sind.

Hart umkämpfte und knappe Profi-Fights und nicht weniger als drei Knock Outs, zwei Technische K.o. und eine Aufgabe machten das beeindruckende Spektakel für die begeisterten Zuschauer attraktiv. Im Gegensatz zu einer Disqualifikation, die ausgerechnet den Kampf eines der Lokalmatadoren betraf.

Von Wogen der Begeisterung wurde Rahim Delic regelrecht in den Ring getragen. Der 17-Jährige vom „Fight Club Black Panther“ ist amtierender Deutscher Vizemeister und Landesmeister der Thaibox-Amateure und wollte in seinem ersten Profikampf sein großes Talent unter Beweis stellen.

Aber es kam anders: Gegner Stefano Totaro aus Mönchengladbach ging nicht nur ungestüm, sondern auch unsauber in den Kampf. Als Delic bei einem Trittversuch ausrutschte, trat Totaro den auf dem Boden liegenden Stolberger und wurde folgerichtig in der ersten Runde wegen Nachtretens disqualifiziert – die einzige Unsportlichkeit in elf Kämpfen. Und nicht nur Delic war es verwehrt, sein kämpferisches Können zu zeigen.

Pech hatte auch der Stolberger „Black Panther“ Nico Altmeyer. Der 23-jährige scheiterte an der Waage beziehungsweise am Entgegenkommen des geplanten Gegners, denn Altmeyer sollte in der Gewichtsklasse bis 77 Kilogramm gegen Marcel Wernicke antreten, brachte aber 78 Kilo auf die Waage. Wernicke (76 Kilo) machte von seinem Recht Gebrauch, und der Fight fand nicht statt.

Für die vielen Stolberger Zuschauer blieb es allerdings nicht dabei, dass der neue Deutsche Meister Alexej Koslov eindrucksvoll seine Qualitäten unter Beweis stellte. Ein weiterer „Schwarzer Panther“ des Kupferstädter Fight Clubs stieg zur Freude des Publikums in den Ring: Alexander Brak überzeugte ebenfalls auf ganzer Linie und siegte mit einem Technischen K.o. in einem beherzten Kickbox-Fight.

Positives „Battlefield“-Fazit

Das Fazit der Premiere von „Battlefield Stolberg“ fällt durchweg positiv aus, selbst wenn man den Titelgewinn Koslovs und die Deutsche Meisterschaft für den Kupferstädter ausblendet. Spannende Fights auf zum Teil sehr hohen Niveau, die tolle Atmosphäre in der Sporthalle und ein perfekt organisiertes Event kamen bei den Gästen sehr gut an.

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