Der BSC Schevenhütte setzt auf Sieg

Von: Lukas Franzen
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Der BSC Schevenhütte sicherte sich vergangene Saison gegen Raspo Brand II zwar den Relegationsplatz, schied dann aber letztendlich aus und stieg ab. Foto: L. Franzen

Stolberg-Schevenhütte. Den vermeidbaren Abstieg in die Kreisliga D wollte der BSC Schevenhütte möglichst schnell wieder vergessen machen. Ruhe sollte nach dem Abschied von Trainer Olaf Kruff aufgrund interner Unstimmigkeiten wieder in den Verein zurückkehren. Und sein Nachfolger Maik Fourné trat mit dem Ziel an, seiner Truppe die Schlendrian austreiben zu wollen.

Was dann jedoch folgte, war ein kurioser Saisonverlauf, der mit Kontinuität und einem ruhigen Umfeld wenig gemein hatte. Vier Niederlagen in sechs Partien gegen die Spitzenteams der Staffel D4 hagelte es nach viel versprechendem Saisonstart. Die Negativserie zwischen dem dritten und achten Spieltag sollte sich zu einer schweren Hypothek für die restliche Saison entwickeln und bescherte dem kleinen Club ein „Abo“ auf Platz 7 im tristen Niemandsland der untersten Spielklasse.

So schnell wie Maik Fourné seinen Vorgänger Kruff beerbt hatte, so schnell wurde er nach seinem Rücktritt auch wieder beerbt. Die Saison war noch jung, als mit Dieter Pietz der dritte Trainer binnen weniger Monate für die Leistung der Schwarz-Weißen verantwortlich zeichnete. Unter seiner Regie fing sich die Mannschaft wieder und ist seit Ende Oktober ungeschlagen. Nahezu ungebremst drehte sich das Trainerkarussell hingegen weiter – genauer gesagt wieder zurück. Denn als Pietz in der Winterpause seinen Posten räumte, kehrte mit Maik Fourné ein alter Bekannter an die Seitenlinie zurück.

Unbeeindruckt von dem vierten Trainerwechsel binnen eines Jahres, blieb die Mannschaft weiter auf Erfolgskurs und entschied im Gegensatz zur Hinrunde nahezu alle Spiele gegen die besten sechs Teams der Liga hintereinander für sich (1:1 gegen Breinig III, 3:1 gegen Nirm, 2:1 gegen Dorf, 3:1 gegen Hastenrath II, 4:0 gegen Vichttal IV, 1:0 gegen Donnerberg II). Alles wieder gut, könnte man meinen. Doch der Aufwärtstrend des neuen „Favoritenschrecks“ hat sich bis dato nicht auf die Ausgangslage in der Tabelle ausgewirkt.

„Wir hängen weiterhin im Mittelfeld der Tabelle fest. Nur die Abstände sind geringer geworden“, bringt Maik Fourné das aktuelle Dilemma seines Teams auf den Punkt. Da passt es ins Bild dieser kuriosen Saison, dass die Mannschaft in dem Moment, als sie den Anschluss an die Top-Teams wieder hergestellt hatte, am vergangenen Wochenende Federn ließ und gegen den Tabellenzwölften ASA Atsch II nur einen Punkt holte. „Vielleicht waren wir da zu überheblich und sind mit zu viel Selbstvertrauen in das Spiel gegangen“, schätzt Fourné und warnt davor, die gleichen Fehler auch gegen den kommenden Gegner dieses Kalibers, Rhenania Eschweiler II (11.), zu begehen. Zu allem Überfluss muss Fourné, der nach seiner Reaktivierung einige altgediente BSC-Akteure wieder motivieren konnte, nochmals die Fußballballschuhe für ihren Club zu schnüren, beim Heimspiel im Schevenhütter „Waldstadion“ mehrere Ausfälle kompensieren. Der Kader sei ohnehin dünn besetzt. „Wir pfeifen auf dem letzten Loch. Vielleicht muss ich sogar wieder selbst mitspielen.“ Und so ist die Hoffnung auf Relegationsplatz 2 zwar noch nicht erloschen. Offiziell ausgesprochen wird der Traum vom direkten Wiederaufstieg jedoch auch nicht mehr. „Das wäre in unserer Situation vermessen“, so der Trainer. „Wir denken jetzt einfach von Spiel zu Spiel, versuchen alles zu gewinnen und schauen dann, wo wir am Ende stehen.“

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