Der Blick wird nur noch nach vorne gerichtet

Von: Lukas Franzen
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Die erste Herrenmannschaft des
Die erste Herrenmannschaft des Stolberger SV: Dennis Radmacher, Fabio vom Dorp, Christian Bedra, Ingo Rittich, Sebastian Wolf, David Drosson, Karsten Kilburg, Trainer Ekkerhard Meurers, Georg Schaf, Ruud Scheepers, Florian Heine, Markus Rittich und Felix Hahne. Es fehlen Stefan Böhmer und Daniel Sanft. Foto: L. Franzen

Stolberg. Zwei Jahre in Folge ging das Abstiegsgespenst bei den Handballern des Stolberger SV um. Bei den Herren folgte zuletzt der bittere Gang in die Landesliga, und auch die erste Mannschaft der SSV-Damen musste in der vergangenen Spielzeit bis zum Schluss um den Klassenerhalt bangen. Doch die Vergangenheit war bei der offiziellen Saisoneröffnung der Stolberger Handballer am Samstag kein Thema mehr.

Diese hat der angeschlagene Verein nach eigener Aussage seit seiner Jahreshauptversammlung im Juni hinter sich gelassen und will jetzt nur noch nach vorne blicken.

Fest entschlossen, die Abstiegsgespenster durch Teamgeist und Gemeinschaftsgefühl zu ersetzen und ihn sowohl sportlich als auch finanziell wieder in sicheres Fahrwasser zu manövrieren, präsentierte die neu gewählte Vereinsführung konkrete Leitlinien, die in den nächsten Monaten konsequent umgesetzt werden sollen. „Unser Ziel ist es, technisch guten und höherklassigen Handball zu spielen”, kündigte Klaus Hilgert, seit Juni neuer Vorsitzender des SSV, an, der sportlichen Talfahrt ein Ende zu bereiten. „Dann kommen auch wieder mehr Zuschauer zu unseren Spielen, was uns sehr wichtig ist”.

Der Seniorenbereich sei das sportliche Aushängeschild des Vereins, doch eine breite Jugendarbeit mit guter handballerischer Ausbildung umso wichtiger, um langfristig einen adäquaten Unterbau zu schaffen und den Nachwuchs für Aufgaben in höheren Ligen zu rüsten.

Neben der Nachwuchsförderung sieht Hilgert das Vereinsleben als weiteren wichtigen Punkt für eine erfolgreiche Zukunft beim SSV. „Gemeinschaft ist ein starkes - auch soziales - Bindeglied unter uns Handballern in Stolberg”, unterstrich Hilgert. „Spielern aller Altersgruppen und aller sozialer Schichten wollen wir eine sportliche Heimat bieten.”

Vor allem die Herrenmannschaften sollen schon bald wieder als Vorbilder für den ganzen Verein fungieren. „Die Kombination Landesliga und Kreisliga macht uns im Umfeld der Aachener Handballvereine nach wie vor sehr attraktiv”, ist Hilgert überzeugt. Erklärtes Ziel beider Mannschaften sei der möglichst frühe Klassenerhalt.

Bei den Herren zeichnen ab dieser Saison zwei Trainer-Gespanne, bestehend aus Ekkerhard Meurers und Stephan Böhmer für die erste Mannschaft sowie Jens Thomalla und Christoph Wiertz für die Zweite, für diese Ziele verantwortlich. Auch Ekkerhard Meurers träumt nicht etwa von einem direkten Wiederaufstieg seiner ersten Mannschaft in die Verbandsliga, sondern formuliert seine Ziele realistisch: „Nach zwei Abstiegen in Folge wollen wir bloß nicht schon wieder absteigen.” Doch angesichts einer sehr guten Vorbereitung - hier blieb die erste Mannschaft ungeschlagen - sei ein einstelliger Tabellenplatz im Bereich 5 bis 9 auch möglich. „Wir wollen mehr Wert auf strukturiertes Spiel und Disziplin legen”, gibt Meurers die Marschrichtung für die kommende Spielzeit vor.

Bei der zweiten Herrenmannschaft scheint indes die Nachwuchsförderung Früchte zu tragen. Denn aus dem Juniorenbereich rücken ab dieser Saison sieben A-Jugendliche nach, die es nun im Mannschaftsgefüge zu integrieren gilt. Anlass zur Hoffnung bieten nach Einschätzung von Klaus Hilgert auch die B- und C-Jugendlichen. Diese spielen auf Oberliga- bzw. Verbandsliga-Niveau und wollen auch in dieser Saison wieder die Favoriten ärgern. „Einige Talente machen Hoffnung für die Zukunft”, so der Vereinsvorsitzende. Eine weitere positive Entwicklung sei der Zulauf bei den „Superminis” und „Minis”.

Über ähnliche Zustände wie bei den kleinsten Mitgliedern würde sich Norbert Blaszczyk, Trainer der ersten Damenmannschaft, sicherlich auch freuen. Sein Kader ist allerdings sehr dünn besetzt, und in der noch jungen Damenabteilung rücken aktuell zu wenig Spielerinnen aus dem Jugendbereich nach. Doch trotz anhaltender Personalschwierigkeiten hält der Trainer an seinem Ziel, möglichst früh den Klassenerhalt in der Landesliga zu sichern fest. Auch hier gilt also beim SSV: optimistisch in die Zukunft blicken.

„Rolf Werner führt uns durch eine ehemalige Hochburg des Steinkohlebergbaues und der Eisenverhüttung. Sein Blickwinkel richtet sich auf verlassene Fabriken, deren Fassaden fast vollständig mit braun-grauem Ruß bedeckt sind, und auf Häuser, die leer stehen und den Zerfall preisgegeben sind”: Diese Worte nutzte Dr. Bernard Bonnery, ehemaliger Leiter des Institut Français in Aachen, um den 80 Besuchern der Vernissage die von Rolf Werner erstellte Fotoschau zu erläutern. Der 57-jährige Rechtsanwalt zeigt seit dem Wochenende im Museum Zinkhütter Hof 43 großformatige Schwarz-Weiß-Werke, deren Motive er in den belgischen Orten Seraing und Charleroi gefunden hat. Die Bilder stellen eine Hommage an John und James Cockerill dar, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht nur in Münsterbusch unternehmerisch tätig waren, sondern auch die industrielle Entwicklung der Wallonie vorangetrieben haben. Gezeigt wird die Fotoschau, die den Titel trägt „Cockerill Country”, noch bis zum 23.

Oktober, dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Foto: T. Dörflinger
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